Concessions-IPO
Hochtief treibt Börsengang voran

Während der IPO-Markt weltweit wieder anzieht, warten Anleger in Deutschland weiter auf den "Eisbrecher", der mit einem größeren Börsengang den Markt testet. Diese Rolle könnte nun der Baukonzern Hochtief übernehmen, der seine Sparte Concessions an die Börse bringen will. Noch in diesem Herbst könnte das IPO über die Bühne gehen.
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HB DüSSELDORF. Der größte deutsche Baukonzern Hochtief ist Finanzkreisen zufolge bei den Planungen für den Börsengang seiner Sparte Concessions auf der Zielgeraden. Die Entscheidung über den Gang aufs Börsenparkett solle noch im November festgezurrt werden, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Der Börsengang könne dann noch im Herbst über die Bühne gehen. Voraussetzung sei allerdings, dass die Aktienmärkte weiter stabil blieben, hieß es. Das Bankenkonsortium um die Deutsche Bank, Goldman Sachs und Citigroup stehe bereits. Der Emissionserlös der Sparte, an der Hochtief knapp die Mehrheit behalten will, wird den Kreisen zufolge unter der Milliarden-Grenze bleiben.

Ein Hochtief-Sprecher sagte, der Konzern prüfe weiter alle Optionen für den Bereich. "Es ist bislang keine Entscheidung über ein Ob oder ein Wann getroffen worden", betonte er. "Sonstige Spekulationen kommentieren wir nicht."

Hochtief Concessions könnte zum erhofften Eisbrecher für Börsengänge in Deutschland nach der Finanzkrise werden. Bisher hatte sich in diesem Jahr nur die chinesische Technologiefirma Vtion Wireless in den streng regulierten Prime Standard des deutschen Aktienmarktes gewagt.

In Hochtief Concessions sind neben den Flughafenbeteiligungen auch die gemeinsam mit der öffentlichen Hand betriebenen Projekte (PPP) wie Mautstraßen gebündelt. Den Gesamtwert des Portfolios hatte Hochtief mit 1,54 Mrd. Euro beziffert. Der Baukonzern hatte im August erklärt, er prüfe "strategische Optionen" für die Sparte, wozu auch ein Gang aufs Börsenparkett zähle. Mit dem Börsengang richtet sich Hochtief Finanzkreisen zufolge vor allem an professionelle Investoren. Eine breite Kampagne, um Privatanleger anzulocken, sei nicht geplant.

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