Credit Suisse angeblich an Julius Bär dran: Spekulationen sorgen für Höhenflug an der Börse

Credit Suisse angeblich an Julius Bär dran
Spekulationen sorgen für Höhenflug an der Börse

Der Aktienkurs der Privatbank Julius Bär ist am Mittwoch auf einen Rekordstand geklettert. Grund für den Höhenflug sind Spekulationen um eine Übernahme durch die Credit Suisse. Experten sehen die Gerüchte skeptisch.
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Der Aktienkurs von Julius Bär ist am Mittwoch auf den höchsten Stand seit Börseneinführung vor über fünf Jahren gestiegen. Angetrieben wurde der Höhenflug von Spekulationen, dass die Credit Suisse an einem Kauf der Privatbank interessiert ist.

In der Spitze kletterte der Aktienkurs 5,1 Prozent auf 52,15 Schweizer Franken, der höchste Wert seit dem Börsendebüt der Aktie im Oktober 2009.

„Es ist nur ein Gerücht, das alle drei Monate wiederkommt, und ein Teil des Marktes glaubt es“, sagte Benno Galliker, Händler bei der Luzerner Kantonalbank in Luzern. „Die Privatbanken der Schweiz durchleben eine schwierige Zeit, daher gibt es definitiv ein Interesse daran, das Geschäft in größere Einheiten zu konsolidieren“, führte er aus. Aber „Julius Bär hat immer noch das Steuerproblem mit den USA und solange dieses Problem nicht gelöst ist, denke ich nicht, dass irgendjemand Julius Bär kaufen will.“

Julius Bär ist eine der Banken, gegen die die USA wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung durch Amerikaner mittels ausländischer Konten ermitteln. Die Bank hat erklärt, dass sie eine mögliche Geldstrafe zur Beilegung des Falles nicht zuverlässig schätzen könne. Die Beilegung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Weder von Julius Bär noch von Credit Suisse war eine Stellungnahme zu erhalten.

Boris Collardi, Konzernchef von Julius Bär, schloss am 2. Februar Verhandlungen mit potenziellen Käufern aus und erklärte, der Vermögensverwalter stehe nicht zum Verkauf.

„Julius Bär ist als unabhängiger Vermögensverwalter gut positioniert“, sagte Michael Kunz, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank. „Ein Zusammenschluss mit Credit Suisse ergibt einfach keinen Sinn.“

Analysten der UBS hatten am Dienstag ihr Kursziel für die Julius-Bär-Aktie um 20 Prozent auf 55 Franken angehoben. Sie verwiesen dabei auf das Wachstum beim Gewinn je Aktie, die Bar-Erträge und die strategische Flexibilität. Das Anlageurteil beließen die Analysten bei „Kaufen“.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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