Aktien
Daimler-Chrysler-Papiere verlieren mit dem Markt

In einem allgemein schwachen Marktumfeld haben die Aktien von Daimler-Chrysler am Freitag mit dem Trend Kursverluste verzeichnet.

dpa-afx FRANKFURT. In einem allgemein schwachen Marktumfeld haben die Aktien von Daimler-Chrysler am Freitag mit dem Trend Kursverluste verzeichnet. Presseberichte über eine mögliche Zerschlagung des deutsch-amerikanischen Autobauers blieben dagegen nach übereinstimmender Meinung von mehreren Marktbeobachtern ohne nennenswerten Einfluss auf die Kursentwicklung der Daimler-Chrysler-Papiere. Im frühen Nachmittagshandel rutschte der Automobilwert um 2,37 Prozent auf 31,30 Euro. Zur gleichen Zeit verlor der Deutsche Aktienindex 1,75 Prozent auf 4 324,83 Punkte.

"Aus der Sicht des Marktes sei eine Zerschlagung des Daimler-Chrysler-Konzerns nicht vorstellbar", sagte Aktienhändler Raed Mustafa von der Baden-Württembergischen Bank. "Die Anleger glauben einfach nicht an diese Möglichkeit und die Aktie von Daimler-Chrysler verliert mit dem allgemein schwachen Marktumfeld."

Nach einem Bericht der "Financial Times" hätten global tätige Finanzinvestoren in den vergangenen Monaten mehrfach Interesse an den Anteilen der Großaktionäre von Daimler-Chrysler gezeigt. So seien die Deutsche Bank mit einem Anteil von 10,4 Prozent und das Emirat Kuweit mit einem Anteil von 7,2 Prozent angesprochen worden. Ein Verkauf soll angeblich einzig an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert, hieß es weiter in dem Zeitungsbericht unter Berufung auf Bankenkreisen.

Die Meldung der "Financial Times" über die Anfragen der Finanzinvestoren bei den Großaktionären von Daimler-Chrysler ist nach Einschätzung von Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler glaubwürdig. "Da scheint was dran zu sein", sagte er. Nach Einschätzung großer Finanzinvestoren "wurde Daimler-Chrysler in den letzten Jahren nicht gut gemanagt." Mit einem anderen Management sei "mehr herauszuholen", sagte Pieper.

Der Schlüssel für eine mögliche Übernahme des Konzerns liegt nach Einschätzung von Pieper bei der Deutschen Bank. Ein Anteilsverkauf der Deutschen Bank an Finanzinvestoren sei aber "sehr unwahrscheinlich". Auch ein Verkauf von Anteilen durch das Emirat Kuweit sei "ziemlich unwahrscheinlich".

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