Aktien
Daimler-Chrysler schwächer - US-Absatz, HV im Blick, Analysten

Belastet von den jüngsten negativen Nachrichten hat die Daimler-Chrysler-Aktie am Montag im Gleichklang mit dem Gesamtmarkt an Wert verloren.

dpa-afx FRANKFURT. Belastet von den jüngsten negativen Nachrichten hat die Daimler-Chrysler-Aktie am Montag im Gleichklang mit dem Gesamtmarkt an Wert verloren. Das Papier des Autobauers fiel gegen 10.05 Uhr um 0,76 Prozent auf 34,10 Euro, während der Leitindex Dax 0,81 Prozent auf 4 337,93 Punkte abgab.

"Es ist schon erstaunlich, wie verhältnismäßig stabil sich die Daimler-Chrysler-Aktie trotz der Hiobsbotschaften der Vorwoche zu Smart und Mercedes-Benz hält", sagte ein Marktbeobachter in Frankfurt. "Möglicherweise honorieren einige Anleger, dass der Konzern an die Probleme nun verstärkt angeht." Zudem seien die US-Absatzzahlen "ganz gut" ausgefallen.

Analyst Michael Raab von Sal. Oppenheim sprach ebenfalls von "ordentlichen US-Absatzzahlen". Vor allem die Daten der US-Tochter Chrysler seien positiv ausgefallen. Allerdings sei die Konferenz wegen smart am Freitag "nur mäßig informativ gewesen". Er bezweifelte, "ob das Programm weit reichend genug ist, um 2005 bei smart das Break-Even zu erreichen". Auch halle der Rückruf von 1,3 Mill. Mercedes-PKW nach. Raab bestätigte den Titel auf "Neutral".

Experte Raab blickte bereits auf die mit Spannung erwartete Hauptversammlung des Konzerns am kommenden Mittwoch. "Da wird es richtig zur Sache gehen." Mehrere institutionelle Anleger wollen dort angeblich gegen Konzernchef Jürgen Schrempp auf Konfrontationskurs gehen.

Ein anderer Börsianer verwies ebenfalls auf die Probleme bei smart und die Rückrufaktion bei Mercedes-Benz. Verhalten-positiv bewertete er, dass der bisherige Chef der US-LKW-Tochter Freightliner, Rainer Schmückle, bei Mercedes künftig für die Bereiche Produktion, Einkauf und Informationstechnologie zuständig sein soll. Sie wurden bisher von Mercedes-Chef Eckard Cordes selbst betreut. Belastend wirke sich allerdings der hohe Ölpreis auf die Kurse der Autowerte.

Zugleich verwies der Marktbeobachter aber auch auf einige negative Analystenstudien - so hatte etwa Merrill Lynch die Daimler-Chrysler-Aktie mit "Sell" bestätigt. Angesichts von 1,2 Mrd. Euro Aufwendungen zur Sanierung der Marke smart werde die Schätzung für den Gewinn je Aktie um 30 Prozent auf 1,71 Euro reduziert, hieß es in einer am Montag in London vorgelegten Studie. Es bleibe weiterhin unklar, welchen Sinn die Fortführung dieser Marke für den Konzern habe, hieß es. Selbst nach einer Sanierung werde smart eine Belastung bleiben.

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