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Daimler-Chrysler sehr fest - Presse: massiver Stellenabbau

Presseberichte über unerwartet massive Pläne zum Stellenabbau bei Mercedes haben die Daimler-Chrysler-Aktie am Mittwoch zeitweise auf den höchsten Stand seit drei Jahren getrieben.

dpa-afx FRANKFURT. Presseberichte über unerwartet massive Pläne zum Stellenabbau bei Mercedes haben die Daimler-Chrysler-Aktie am Mittwoch zeitweise auf den höchsten Stand seit drei Jahren getrieben. Das Papier des Autobauers setzte sich gegen 9.55 Uhr mit plus 3,16 Prozent auf 45,32 Euro an die Dax-Spitze. Zugleich stieg der Leitindex um 1,10 Prozent auf 5 020,45 Punkte.

"Das Kursplus liegt wohl an den Plänen zum Stellenabbau, die noch massiver als erwartet ausfallen dürften", sagte ein Händler in Frankfurt. Ähnlich äußerte sich ein anderer Marktteilnehmer: "Der in der Presse genannte Abbau von 8 000 Stellen bei Mercedes wäre unerwartet hoch." Die meisten Börsianer hätten lediglich mit 5 000 Stellen gerechnet.

Bei Mercedes sollen in Deutschland laut Presseberichten mehr als 8 000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Neben den 5 000 Stellen der Mercedes-Gruppe in Sindelfingen und Bremen berichteten die "Stuttgarter Nachrichten" am Mittwoch, der Daimler-Chrysler-Konzern wolle zusätzlich weiteren 3 800 Mitarbeitern Altersteilzeitverträge anbieten. Die "Bild"-Zeitung bezifferte den erwarteten Abbau auf 8 600 Stellen. Der Autokonzer lehnte einen Kommentar zu den Berichten ab. Seit Dienstagabend tagt der Daimler-Chrysler-Aufsichtsrat in Detroit.

Der größte Teil des Stellenabbaus entfalle auf die Stammwerke Sindelfingen und Untertürkheim, hieß es unter Berufung auf Unternehmenskreise. Außerdem sollten 1 400 weitere Mitarbeiter ihren gewohnten Stamm-Arbeitsplatz aufgeben, um künftig als eine Art "Job-Feuerwehr" je nach Auftragslage in anderen Werken eingesetzt zu werden. Interne Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss.

Die "Welt" berichtet, der künftige Daimler-Chrysler-Konzernchef Dieter Zetsche wolle sich am Donnerstag im Werk Sindelfingen mit Führungskräften treffen, um Details der Abbau-Pläne zu besprechen. Zetsche leitet bis auf weiteres die wichtigste Tochter Mercedes Car Group und übernimmt am 1. Januar die Konzernführung. Die Manager sollten ihm sagen, wie viele Stellen in ihren Bereichen sozialverträglich abgebaut werden könnten.

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