Aktien
Daimler gewinnen nach bestätigtem Schrempp-Rücktritt 8%

Die Aktien von Daimler-Chrysler haben am Donnerstag mit einem Kursfeuerwerk auf den Rücktritt des Konzernchefs Jürgen Schrempp reagiert. Die positive Stimmung für Daimler-Chrysler werde zusätzlich durch die besser als erwartet ausgefallenen Konzernzahlen angeheizt, sagte ein Händler.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien von Daimler-Chrysler haben am Donnerstag mit einem Kursfeuerwerk auf den Rücktritt des Konzernchefs Jürgen Schrempp reagiert. Die positive Stimmung für Daimler-Chrysler werde zusätzlich durch die besser als erwartet ausgefallenen Konzernzahlen angeheizt, sagte ein Händler. Die Titel des Autobauers stiegen bis 10.45 um 8,26 Prozent auf 39,30 Euro. Das Papier legte in der Spitze bis auf 39,45 Euro zu, der höchste Stand seit April 2004. Der Leitindex Dax gewann 0,46 Prozent auf 4 877,56 Punkte.

Händler und Analysten begrüßten den Rücktritt. "Schrempp galt schon lange als Buhmann für die immer wieder aufflammenden Brandherde im Konzern", sagte Analyst Fabian Kania von Helabatrust. Als Beispiel nannte der Analyst die Chrysler-Krise Ende 2000 und die Fehlstrategie bei Mitsubishi.

Schrempp tritt Ende des Jahres zurück. Chrysler-Chef Dieter Zetsche werde zum 1. Januar 2006 neuer Konzernchef, teilte das Unternehmen mit und bestätigte damit Informationen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Der jetzige Zetsche-Stellvertreter Thomas W. Lasorda (51) werde ebenfalls ab 1. Januar 2006 neuer Chrysler-Chef. Eric Ridenour (47) werde zeitgleich neuer Chief Operating Officer bei Chrysler. Alle Personalien wurden vom Aufsichtsrat der Daimler-Chrysler AG beschlossen. Schrempp war zehn Jahre lang Konzernchef in Stuttgart. Finanzexperten und Aktionäre hatten seinen Kurs der "Welt-AG" stets kritisiert und seit langem seinen Rücktritt gefordert

Händler werteten den Rücktritt daher als "absolut positiv". Auch Analysten äußerten sich zufrieden. "Es ist gut, wenn jemand geht, dessen Strategie nicht hingehauen hat", sagte ein Analyst. Schrempp seien viele Fehlentscheidungen vorgeworfen worden.

Mit den Konzernzahlen zeigten sich Börsianer zufrieden. Diese seien besser als erwartet ausgefallen, sagte ein Händler. Der Stuttgarter Autokonzern hatte zwar nach dem schwachen Start ins Jahr auch im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Allerdings fiel dieser deutlich geringer aus als erwartet. Vor allem wegen der smart-Sanierung und der noch angeschlagenen Kernmarke Mercedes-Benz schrumpfte das operative Ergebnis (Operating Profit) von 2,091 auf 1,7 Mrd. Euro. Die 20 von dpa-AFX befragten Analysten hatten im Schnitt mit 1,3 Mrd. Euro gerechnet.

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