Das Insider-Barometer
Insider sehen Ende der Krise

Geht es nach den Aktienorders deutscher Top-Manager, dann ist das Schlimmste in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise überstanden. Der Aktienhandel deutscher Manager pendelt sich auf ein Niveau wie zu Beginn der Finanzmarktturbulenzen ein. Im Gegensatz zum Jahresbeginn gibt es nun auch zahlreiche Insider-Verkäufe.
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FRANKFURT. Anzahl und Volumina von Insiderkäufen und -verkäufen bei den 160 Unternehmen aus Dax, MDax, TecDax und SDax haben sich wieder auf dem Niveau vom Juli 2007 eingependelt. Damals nahm die Krise mit den ersten Anzeichen von faulen Subprime-Krediten ihren Lauf. In der Folge fielen die Kurse, wodurch immer mehr Top-Manager Aktien ihres Unternehmens zukauften.

Oftmals zu früh, wie sich anschließend herausstellte, nahm doch die Krise Dimensionen an, die viele Unternehmen erst später nach unten zog. Das Insider-Barometer, das das Forschungsinstitut für Asset Management an der Uni Aachen alle zwei Wochen zusammen mit Commerzbank Wealth Management exklusiv für das Handelsblatt berechnet, notiert mittlerweile wieder bei 127 Punkten. Damit zeigt es zwar immer noch ein Übergewicht bei den Käufen, das ab 110 Punkten beginnt. Die Insider verhalten sich jedoch längst nicht mehr so einseitig wie zu Jahresbeginn, als es wochenlang gar keine Verkäufe gab und das Barometer zeitweise bis auf mehr als 200 Punkte schnellte.

Mit ein Grund für das gefallene Barometer sind insgesamt acht Insider-Verkäufe bei der Deutschen Bank seit Anfang Mai. „Die Verkäufe waren zuletzt sehr auffällig, allerdings meldet die Deutsche Bank nicht nur Orders von Vorständen und Aufsichtsräten, sondern von einem erweiterten Managerkreis“, sagt Olaf Stotz, Professor an der Frankfurt School of Finance.

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