Das Unternehmen profitiert von der Konzentration auf die Verkehrstechnik
Analysten sehen bei Vossloh noch kein Ende der Kursrally

Seitdem der ehemalige Mischkonzern Vossloh sich wieder auf das Kerngeschäft – die Verkehrstechnik – konzentriert und die verlustreiche Lichttechniksparte verkauft hat, fährt das Unternehmen satte Gewinne ein.

DÜSSELDORF. So stieg allein von 2001 auf 2002 der Jahresüberschuss um über 200 Prozent auf 52 Mill. Euro. Davon profitierten auch die Aktien. Und obwohl die Titel innerhalb der letzten zwölf Monate ihren Kurs schon beinahe verdoppeln konnten, meinen viele Analysten, dass ein Ende der Rally noch nicht in Sicht ist. Denn bei dem Mittelständler mit Sitz im sauerländischen Werdohl scheint derzeit alles zu stimmen: Zahlen, Struktur und Strategie.

„Vom Gefühl her würde ich eigentlich langsam auf ein Ende des Anstiegs setzen, fundamental gibt es dafür aber einfach keine Gründe“, meint beispielsweise Wolfgang Specht von der DZ-Bank. Das Papier habe sich in der Vergangenheit als sehr stabil erwiesen, die Baisse extrem gut überstanden und auch weiterhin Luft nach oben. „So etwas findet man zurzeit sehr selten“, bestätigt Jürgen Siebrecht von der WestLB.

Denn nur auf dem ersten Blick scheinen die Vossloh-Papiere nach den kräftigen Gewinne zurzeit relativ hoch bewertet zu sein. „Das Wachstumspotenzial rechtfertigt den aktuellen Kurs auf jeden Fall“, sagt Specht. Kurzfristig könne die für Anfang kommenden Jahres erwartete Entscheidung über die mit rund 500 Diesellokomotiven größte Ausschreibung in der Geschichte der Deutschen Bahn die Titel erneut beflügeln. „Die Chancen, dass Vossloh hier zumindest teilweise zum Zug kommt, sind sehr hoch“, glaubt Frank Laser, Anlageexperte bei der Berenberg Bank. Laser empfiehlt die Titel daher zum Kauf, den fairen Wert für 2004 sieht er bei 55 Euro – im Vergleich zum aktuellen Stand ist das ein Plus von fast 40 Prozent. „Und langfristig ist wahrscheinlich noch mehr möglich“, ergänzt Laser.

Denn auch für die weitere Zukunft hat der Hersteller von Diesellokomotiven und weltweite Marktführer im Bereich der Schienenbefestigung die Weichen bereits gestellt. Bei der Vorlage der Quartalszahlen sprach Vorstandschef Burkhard Schuchmann daher nicht nur von einem Umsatzplus für die vergangenen neun Monate von 23 Prozent auf rund 600 Mill. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, sondern kündigte für 2004 sogar einen Gesamtjahresumsatz von rund zwei Mrd. Euro an. Analysten halten das bei der derzeitigen Konzernstruktur zwar für „so gut wie unmöglich“, schließen daher aber weitere Zukäufe nicht aus. „Vossloh hat bereits bewiesen, dass es akquirierte Firmen gut und schnell eingliedern kann“, erklärt Specht, der sein Kursziel mit 41 Euro angibt. Und auch, falls dafür eine Kapitalerhöhung notwendig sei, müsse sich diese nicht unbedingt negativ auf den Kurs auswirken. „Der Markt kann das derzeit gut verkraften“, meint der Anlageexperte.

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