Datenanbieter Thomson befragt mehr als 5 000 Vermögensverwalter
UBS liefert die besten Analysen in Europa

Fondsmanager greifen für deutsche Aktien am liebsten auf Analysen der Commerzbank zurück. Europaweit stehen die UBS–Experten ganz oben in der Gunst der institutionellen Investoren. Umgekehrt gilt die Allianz-Tochter RCM als beste deutsche Fondsgesellschaft. Dies ergibt die aktuelle Umfrage des Informationsdienstes Thomson Extel unter mehr als 5 000 Fondsmanagern bei 1 222 Vermögensverwaltern.

FRANKFURT. Sie hatten sich online zwischen März und Mai zu den ihrer Meinung nach besten Analysten geäußert. Zusätzlich wurden mehr als 1 400 Analysten bei 147 Brokern und 480 europäische Unternehmen befragt. Diese Umfrage gilt als wichtigstes Barometer für die europäische Finanzbranche. Brokern und Asset-Managern hilft sie, sich auf die Wünsche ihrer Kunden einzustellen. Privatanleger informiert sie über den Ruf der Aktienbroker.

In der Kategorie „beste Aktienanalysen" für Deutschland folgt die Deutsche Bank der Commerzbank Securities auf Platz zwei. Damit haben die beiden Erstplatzierten im Vergleich zum Vorjahr lediglich ihre Plätze getauscht. Europaweit steht wie im Vorjahr die Citigroup hinter UBS als bestes Researchhaus auf Rang zwei, Merrill Lynch folgt auf Platz drei. Steve Kelly, Leiter der Extel-Umfrage, sieht in diesen Ergebnissen Größe und Marktmacht der Spitzenhäuser bestätigt.

Fondsmanager konzentrierten sich aus Kostengründen meist auf zwei große Häuser, hat Kelly beobachtet. Ergänzend dazu setzten sie verstärkt auf die Expertise unabhängiger Analysten vor Ort. Wie Analystenvergleiche des US-Anbieters Starmine – der Research-Leistungen quantitativ beurteilt – zeigen, sind kleinere Broker ebenso treffsicher wie große (HB 24.6.06).

Bei der Untersuchung der besten Vermögensverwalter hat der Vorjahressieger DWS, die Fondstochter der Deutschen Bank, ihren Platz mit der Allianz-Tochter RCM getauscht. Für Europa kürten die befragten Industrieunternehmen und Broker unter den Vermögensverwaltern erneut Fidelity, Capital International und Schroder Investment Management.

Research bleibe das wichtigste Produkt für Fondsmanager, sagt Kelly. Sie seien auf der Suche nach Anregungen für Anlageideen und wollten sich mit den Analysten auch direkt austauschen können.

Kritiker bemängeln den subjektiven Charakter der Umfrage, da die Ergebnisse durch persönliche Kontakte beeinflussbar seien.

Quelle: Heike Herbertz
Petra Hoffknecht
Handelsblatt / Redakteurin
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