Dax am Freitag: Vorsicht regiert die Börsen

Dax am Freitag
Vorsicht regiert die Börsen

Hinter den Börsianern liegt eine aufreibende Woche, in der die meisten viel Geld verloren haben. Die deutschen Anleger stellen sich die bange Frage, wie denn der Dax am Freitag laufen werde. Geht es weiter nach unten oder fängt er sich? Die Vorgaben aus den USA und Japan sind nicht die allerbesten.

HB FRANKFURT. Mit einer etwas leichteren Eröffnung im Dax rechnen Händler für das Geschäft am Freitag. Besonders die schwachen Vorlagen aus Tokio könnten die Stimmung am Frankfurter Aktienmarkt zu Beginn noch etwas belasten, heißt es unter den Börsianern. „In den vergangenen Tagen hat der Markt dafür bezahlt, dass wir ohne Konsolidierungen sehr gut gelaufen sind“, sagte ein Markteilnehmer. „Jetzt überwiegt die Vorsicht und die Anleger bleiben auch einmal in Cash“. Die für den Kursrückgang angeführten Begründungen wie der Einbruch der chinesischen Aktienmärkte, Warnungen von Alan Greenspan oder der starke Yen seien wahllos austauschbar. Das hohe Volumen sei ein weiterer Beleg für die gestiegene Unsicherheit. Am Nachmittag könnte allerdings der Michigan-Index der US-Verbraucherstimmung für neue Impulse sorgen.

Am Donnerstag hatten die US-Aktienmärkte den größten Teil ihrer frühen Verluste wieder wettgemacht und etwas leichter geschlossen. Zu Beginn hatte der Dow einen Kurseinbruch von 200 Punkten verzeichnet, belastet vor allem von negativen Vorgaben aus Europa und Asien. Händler sagten auch, dass man angesichts der Angst vor einem schwächeren Wirtschaftswachstum in den USA immer öfter das Wort „Panikverkäufe“ höre. Auslöser der Erholung war dann der überraschend positive ISM-Einkaufsmanagerindex. Dieser habe Käufe stimuliert, weil er die Konjunktur in einem besseren Zustand zeichnete als bisher gedacht, sagte Clark Yingst, Analyst bei Joseph Gunnar. „Aber ich denke nicht, dass die Korrektur schon ausgestanden ist, weil für Bullenmärkte eine größere Rückschlag als der bisherige nicht ungewöhnlich ist“, fügte er hinzu.

Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte verlor 0,3 Prozent bzw. 34 auf 12 234 Punkte nach einem Tagestief bei 12 060 Punkten. Der S&P-500 sank um 0,3 Prozent bzw 4 auf 1 403 Punkte. Der Nasdaq-Composite fiel um 0,5 Prozent bzw 12 Punkte auf 2 404.

Abschläge in Asien

Die Aktien in Tokio haben am Freitag nach einer – wenn auch nur leicht – negativen Entwicklung an der Wall Street und den europäischen Aktienmärkten schwach geschlossen. Die Investoren seien sich unsicher, ob die ausländischen Anleger ihre Verkäufe weiter ausdehnen. Zudem habe die Entwicklung beim Yen die Titel von exportorientierten Unternehmen belastet, sagten Beobachter. Der Nikkei-225-Index sank 1,4 Prozent bzw. 236 auf 17 218 Punkte. Der Topix gab 1,1 Prozent bzw. 19 auf 1 722 Punkte nach.

Damit hat der Nikkei den gesamten Zugewinn aufgezehrt, den er im bisherigen Jahresverlauf erringen konnte. Da halfen auch gute Zahlen zur Binnenkonjunktur nichts: Die Arbeitslosenquote in Japan hat im Januar entgegen den Erwartungen auf dem Vormonatstand von 4,0 verharrt. Ökonomen hatten mit einer Quote von 4,1 Prozent gerechnet, allerdings hat die Statistikbehörde der Regierung den Dezember-Wert von 4,1 auf 4,0 Prozent nach unten revidiert. Die Lebenshaltungskosten für die japanischen Verbraucher sind im Januar erwartungsgemäß konstant geblieben. Damit werden die Spekulationen gestützt, dass die Bank of Japan eine weitere Zinserhöhung zumindest bis zum Sommer aufschieben dürfte.

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