Dax-Aufsteiger
Hannover Rück weckt hohe Erwartungen

Die Hannover Rück steht vor dem Aufstieg in den Dax. Dabei wurde die Aktie vor wenigen Wochen höchstens als Außenseiter im Rennen um den Dax-Aufstieg gehandelt. Wie hat der Versicherer geschafft, auf den letzten Metern doch noch an allen vorbeizuziehen? Und wie geht es jetzt mit dem Kurs weiter?

FRANKFURT/HAMBURG. Der große Gewinner der vergangenen Wochen heißt Hannover Rück. Während die meisten deutschen Aktien abgestürzt sind, legten die Papiere des Rückversicherers auf Dreimonatssicht um rund 35 Prozent zu. Heute steigt die Aktie erneut um sechs Prozent auf rund 27 Euro. Die Belohnung: Beim nächsten planmäßigen Indexumbau im März dürfte der Versicherungskonzern aus dem MDax mittelgroßer Werte in den Dax aufrücken.

Hannover Rück ist einer der größten Rückversicherer der Welt. Wenn man Prämieneinnahmen in Dollar rechnet, liegen die Hannoveraner gleich hinter Münchener Rück, Swiss Re und der Buffett-Gesellschaft Berkshire Hathaway, in der General Re enthalten ist. Dank der Kursrally der vergangenen Wochen ist die Hannover Rück an der Börse inzwischen gut drei Mrd. Euro wert - sie liegt damit auf Platz 32 der größten börsennotierten Unternehmen. Die Marktkapitalisierung ist nach den Regeln der Deutsche Börse ausschlaggebend für den Aufstieg. Beim Aktienumsatz, dem zweiten wichtigen Kriterium, schneidet der Versicherer ebenfalls gut ab.

Dass inmitten der Finanzkrise ausgerechnet ein Finanzkonzern in die erste Börsenliga aufgenommen werden soll, mag zunächst verwundern. Anders als viele Banken hat der Versicherer das Krisenjahr passabel überstanden, wenn auch nicht unbeschadet. Vor allem die massiven Verluste aus Aktienverkäufen und hohe Katastrophenschäden hätten das Ergebnis gedrückt, erklärt Konzernchef Wilhelm Zeller.

In diesem Jahr soll es wieder besser laufen. "Die Finanzkrise ist für uns ausgestanden", sagt Zeller. Was ihn so optimistisch macht: Die sogenannte Erneuerungsrunde lief vielverspechend an. Bei dem alljährlichen Ringen in der Versicherungsbranche handeln die Rückversicherer mit ihren Kunden, den Erstversicherern, neue Konditionen aus. Dabei profitiert die Hannover Rück davon, dass Erstversicherer wie Allianz oder Generali zunehmend Kapital freisetzen wollen. Das geht nur, indem sie Risiken abgeben. Doch die Rückversicherer übernehmen Geschäft nur, wenn sie ihre Preise durchdrücken können. Zum Teil berichten die Manager bereits von Prämienerhöhungen bis zu 20 Prozent in einzelnen Segmenten.

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