Dax-Bilanz 2012: Platz 15 bis 13

Dax-Bilanz 2012
Welche Aktien begeistern – und welche nicht

Platz 15 bis 13

Platz 15: BASF

2012 war das Jahr des Umbaus bei BASF. Übernahmen und Verkäufe prägten das Jahresgeschehen beim Chemiekonzern. Die Weltwirtschaft geriet 2012 zwar ins Stocken, brachte BASF aber nicht aus dem Konzept. Der Konzern strich seine Prognosen nicht.

Die geplante Übernahme des norwegischen Herstellers von Nahrungsergänzungsmitteln Pronova wurde zur Zitterpartie und geht in die nächste Runde. Der Ludwigshafener Chemieriese will durch die Übernahme seine Geschäfte auf dem lukrativen Markt für Nahrungsergänzungsmittel verstärken.

Außerdem versucht sich BASF profitabler zu schrumpfen: Nach der geplanten Trennung vom Gashandelsgeschäft und den Speicheraktivitäten könnte der Chemieriese Experten zufolge schon bald das nächste Teilstück der Sparte auf den Prüfstand stellen - das 2.200 Kilometer lange Netz an riesigen Gasfernleitungen in Deutschland, das BASF nicht mehr die hohen Gewinne bringt wie damals.

Die Aktie des Chemiekonzerns hat 32 Prozent dieses Jahr zugelegt. Auf Drei-Jahres-Sicht steht sogar ein Plus von mehr als 60 Prozent zu Buche.

BASF gehört zu den Konzernen, die Anlegern konstant satte Dividenden auszahlen. Auch 2012 konnten sich Anleger über eine Dividende von 2,50 Euro pro Aktie freuen. Die Dividendenrendite für 2013 liegt bei 3,9 Prozent.

Platz 14: Adidas

Olympia sei Dank. Adidas hat seinen Umsatz in diesem Jahr trotz der Probleme der US-Tochter Reebok auf Rekordniveau gesteigert. „2012 wird der Umsatz bei über 14,5 Milliarden Euro liegen“, beteuerte Vorstandschef Herbert Hainer. Er bejahte die Frage, ob Adidas sein Ziel erreichen könne, 17 Milliarden Euro bis 2015 umzusetzen.

Allerdings sei es durch die Euro-Krise anspruchsvoller geworden, die Ziele zu erreichen. „In Südeuropa ist die wirtschaftliche Lage deutlich schwieriger: die hohe Arbeitslosigkeit, die wirtschaftlichen Probleme, das hilft uns nicht unbedingt.“

Die Aktie des Sportartikelherstellers ist 2012 gut gelaufen. Sie kann ein stolzes Jahresplus von 34 Prozent vorweisen. Seit 2009 hat sie fast 150 Prozent zugelegt. Bei der Jahresendrally wurde die Aktie allerdings ausgelassen: Sie hat sich im Dezember unterm Strich kaum von der Stelle bewegt.

Platz 13: Henkel

Ein solides Jahr liegt hinter dem Klebstoff- und Konsumgüterhersteller. Die angepeilte operative Marge von 14 Prozent hat das Unternehmen nach eigenen Angaben erreicht. Was die Ziele für die nächsten Jahre angeht, hält sich Henkel eher bedeckt.

Die Aktionäre dürfen mit einem Plus von 39,5 Prozent zufrieden sein. Die Aktie kostet mit mehr als 60 Euro so viel wie nie. Im Jahr 2009 gab es die Anteilsscheine noch für unter 20 Euro.

In den kommenden Jahren will Henkel kräftig investieren: vor allem in weitere Rationalisierung, aber auch in mehr Marketing für die wichtigsten Marken wie Persil, Pritt und Schwarzkopf. Dabei konzentriert sich der Konzern auf weniger Marken. In den vergangenen vier Jahren waren bereits von einst 1.000 Marken nur noch 400 übrig geblieben. Jetzt sollen weitere 100 wegfallen. Erstmals seit Jahren könnte Henkel auch wieder Ausschau halten nach großen Übernahmen.

Kommentare zu "Welche Aktien begeistern – und welche nicht"

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  • Dieser Artikel ist für mich als langjährigen Aktienanleger völlig sinnlos. Mich interessiert die Zukunft und nicht die Vergangenheit: Welche Aktien haben das höchste Steigerungspotential, welche sollten lieber verkauft werden?

    Um derartige Prognosen zu erstellen, bedarf es etwas mehr, als einfach nur den Kursverlauf von 2012 darzustellen.

  • Aktien sind Sachwerte, heißt es immer. Deswegen soll man JETZT kaufen, sagen alle. Doch ist es wirklich so? Wie viel Sache steckt denn so hinter den deutschen Bluechips, oder besser wie viel ideeller und imaginärer Wert? Hier könnt ihr es sehen, denn ich habe mal mir die letzten Quartalsberichte angesehen und mir Eigenkapital und intangible Werte angesehen und diese gegenübergestellt. Obwohl ich mir ohnehin wenig werthaltige Bilanzen erwartete, war selbst für mich das derart geringe harte, d.h. tangible Eigenkapital der DAX-Konzerne erschreckend. Da Bank- und Versicherungsbilanzen das Ergebnis verfälscht hätten, weil ja deren Bilanzsumme ein vielfaches der 26 übrigen Konzerne ist, habe ich diese nicht berücksichtigt. Zudem ist bei Banken und Versicherungen eigentlich kaum tangibles EK zu finden, da ich Derivate usw. auch recht imaginär sind.
    http://www.uploadarea.de/upload/sktee7ks14bx4ziae4g3uqo8d.html

  • Da stehen Sie nicht alleine; und garantiert auch genau in der Mitte vieler soganannter Analysten und Spezialisten (wenn die mal klardeutsche sprechen würden).
    Die aktuellen Steigerungen und Kurse betrachte ich eher als Phantasiewünsche und funktionieren momentan nur deshalb, weil einfach zuviel "Computergeld" von einem auf das nächste Konto geschoben werden muss, also irgendwo " angelegt" sein will. Dazu noch eine Priese Angebot/Nachfrage und schon schiest der "festgestellte" Wertpapierpreis in die Höhe.

    Wenn ich mir nur einmal die aktuellen Wirtschaftsthemen ansehe und diese negative Nachrichtenflut auf zurückliegende Jahre lege: wo würden da bitte die Indizies stehen...?

    Letztendlich ist der Wertpapierhandel ein rein virtuelles Casinospiel; nur das es nach außen hin möglichst seriöser wirken soll.

  • Ich verstehe das Prinzip Aktien und Wertsteigerung von Aktien nicht. Kann mir das jemand erklären. Wie kann eine Aktie in einem Jahr um 40 Prozent zugelegt. Haben die Mitarbeiter 40 Prozent schneller und besser gearbeitet. Gibt es dann auch nicht genauso viele Verlierer, weil der Kunde den Euro eben nur einmal ausgeben kann? Habe das Gefühl alle sind schlauer als ich und hochstudiert. Ich blicke immer weniger durch in diesen Finanzsachen.

  • Es kommt immer darauf wann und wie man sein Geld festverzinslich anlegt.
    Es gibt nicht nur Staatsanleihen und es gibt weltweit nicht nur Niedrigzinsphasen.

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