Dax-Bilanz 2012: Platz 18 bis 16

Dax-Bilanz 2012
Welche Aktien begeistern – und welche nicht

Platz 18 bis 16

Platz 18: Daimler

Daimler konnte zwar neue Rekordzahlen vorlegen und hat unter anderem im November mit einem Absatzplus von 5,3 Prozent so viele Autos verkauft wie noch in keinem November zuvor. Doch das Sorgenkind des Autokonzerns bleibt der Handel in China. In diesem wichtigen Absatzmarkt blieben die Verkaufszahlen weiter rückläufig. Daimler hatte daraus Konsequenzen gezogen und den Vertrieb in China umgebaut.

Der Grund für die Schwäche in China war hausgemacht: Daimler hatte in China zwei Vertriebsorganisationen, die bisher mehr gegen- als miteinander arbeiten. Mitte Dezember wurden sie unter einem Dax gebündelt.

Im Oktober enttäuschte Daimler die Aktionäre mit seiner Quartalsbilanz und schickte die Aktie damit auf Talfahrt. Auf Jahressicht hat die Aktie um 21,8 Prozent zugelegt.

Platz 17: Fresenius

Die Aktie des Gesundheitskonzerns Fresenius ist 2012 um 21,9 Prozent gestiegen – und hat damit die eigene Tochter Fresenius Medical Care weit hinter sich gelassen.

Im Jahr seines 100-jährigen Bestehens feierte das Unternehmen Rekorde. Bei der Vorstellung der Ergebnisse zum dritten Quartal sprach Vorstandschef Ulf Schneider vom höchsten Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte.

Künftig will sich Fresenius mehr auf das Kerngeschäft konzentrieren. Die Tochter Fresenius Biotech wird verkauft. Bereits besiegelt ist die milliardenschwere Übernahme der auf Transfusionstechnik ausgerichteten US-Firma Fenwal, mit der die wichtigste Konzerntochter Fresenius Kabi in dem Geschäft zum Branchenführer aufsteigen will. Bei Analysten und Anlegern kamen die Deals gut an.

Platz 16: Merck

Merck blickt auf ein durchwachsenes Jahr zurück. Zahlreiche Rückschlägen in der Medikamentenentwicklung trüben die Bilanz, so muss etwa der Wirkstoff L-BLP25 das Ziel in einer Studie mit Lungenkrebs-Patienten verfehlt haben. Auch wegen fehlender neuer Medikamente verfolgt Merck-Chef Karl-Ludwig Kley einen harten Sparkurs, dem zahlreiche Jobs zum Opfer fallen.

Die Aktionäre vertrauten dem Unternehmen trotzdem. In 2012 stieg der Aktienkurs um 29,6 Prozent. Damit belegt das Unternehmen im Leitindex eine mittlere Platzierung. Wie viel Substanz das Unternehmen hat, zeigt auch die Reaktionen der Ratingagenturen auf den Stau in der Medikamente-Pipeline.

Die Ratingagentur Moody's hat dem Pharma- und Chemiekonzern zuletzt hochgestuft. Die langfristige Bewertung des Darmstädter Konzerns sei um eine Stufe auf "Baa1" angehoben worden. Der Ausblick laute nun auf "stabil" (zuvor: "positiv"). Merck erwirtschafte einen starken Cashflow und verringere seine Schulden nach der milliardenschweren Übernahme des Laborausrüsters Millipore im Jahr 2010, begründete Moody's den Schritt. S&P bewertet die Bonität der Darmstädter mit "A-" und damit etwas höher als Moody's.

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