Dax-Bilanz 2012
Welche Aktien begeistern – und welche nicht

Platz 3 bis 1

Platz 3: Lufthansa

Während Air Berlin über den unfertigen Hauptstadtflughafen klagt, kann Lufthansa im Dax glänzen. Die Aktie der größten deutschen Fluglinie kann ein stolzes Kursplus von 55 Prozent vorweisen.

Bei ihrem dritten Quartalsbericht 2012 verkündete die Lufthansa einen Gewinnzuwachs von 6,2 Prozent auf 648 Millionen Euro und damit die Erwartungen der Analysten weit übertroffen.

Auch der Konzernumsatz zog um 6,2 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro an. Doch zufrieden war der Airline-Chef Christoph Franz damit nicht. Anfang des Jahres soll das aufgelegte Riesensparprogramm nochmals verschärft werden.

Deutschlands größte Fluglinie zählt rund um den Globus 120.000 Mitarbeiter. Eines der größten Probleme ist die hohe Tankrechnung der Gruppe. Das Sparprogramm soll helfen diese auszugleichen.

Platz 2: Lanxess

Für Lanxess-Anleger war das Jahr 2012 sehr lukrativ. Stolze 65,7 Prozent hat die Aktie des Dax-Neulings binnen Jahresfrist zugelegt, in den vergangenen Wochen ging es allerdings eher seitwärts. Lanxess wird wegen der Autokrise etwas vorsichtiger. Die Autohersteller sind wichtige Kunden, deswegen schlägt sich die Krise der Branche auf die Zahlen des Chemiekonzern nieder. Gewinn und Umsatz sanken zuletzt deutlich.

Lanxess erwarte jetzt für 2012 einen bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) am unteren Ende der bisher angepeilten Spanne von plus fünf bis zehn Prozent, teilte der Leverkusener Konzern zuletzt mit. 2011 stand ein bereinigter operativer Gewinn von 1,15 Milliarden Euro in den Büchern.

Analysten äußerten sich zuletzt ebenfalls eher zurückhaltend und rieten überwiegend, die Aktie zu halten – bei Kurszielen, die ungefähr auf Niveau des aktuellen Kurses liegen.

Platz 1: Continental

Für die Continental-Aktie ist 2012 ein doppeltes Erfolgsjahr. Die Aktie schaffte nicht nur das zweite Comeback in den Dax (was bisher keinem Unternehmen gelang), sondern setzte sich auch noch an seine Spitze. Mit einem Kursplus von 82 Prozent ist die Continental-Aktie der beste Dax-Wert auf Jahressicht. Dabei hatte die Aktie, bevor sie in den Dax kam, bereits eine Rally von 180 Prozent hinter sich.

Das traditionelle Reifengeschäft läuft beim Autozulieferer Continental weiter auf vollen Touren. 2011 verkaufte das Unternehmen aus Hannover weltweit 122 Millionen Pkw- und sieben Millionen Nutzfahrzeugreifen. 2012 bleibt das Reifengeschäft der Renditebringer. 15 bis 30 Prozent des Nettoergebnisses will Continental an die Aktionäre ausschütten.

„Das Unternehmen hat die Prognose im zweiten Halbjahr angehoben, während andere nach unten korrigieren mussten“, sagt Branchenanalyst Frank Schwope von der NordLB. Im Autobereich profitiere Conti von zukunftsträchtigen Technologien im Elektronikbereich.

Kommentare zu " Dax-Bilanz 2012: Welche Aktien begeistern – und welche nicht"

Alle Kommentare
  • Dieser Artikel ist für mich als langjährigen Aktienanleger völlig sinnlos. Mich interessiert die Zukunft und nicht die Vergangenheit: Welche Aktien haben das höchste Steigerungspotential, welche sollten lieber verkauft werden?

    Um derartige Prognosen zu erstellen, bedarf es etwas mehr, als einfach nur den Kursverlauf von 2012 darzustellen.

  • Aktien sind Sachwerte, heißt es immer. Deswegen soll man JETZT kaufen, sagen alle. Doch ist es wirklich so? Wie viel Sache steckt denn so hinter den deutschen Bluechips, oder besser wie viel ideeller und imaginärer Wert? Hier könnt ihr es sehen, denn ich habe mal mir die letzten Quartalsberichte angesehen und mir Eigenkapital und intangible Werte angesehen und diese gegenübergestellt. Obwohl ich mir ohnehin wenig werthaltige Bilanzen erwartete, war selbst für mich das derart geringe harte, d.h. tangible Eigenkapital der DAX-Konzerne erschreckend. Da Bank- und Versicherungsbilanzen das Ergebnis verfälscht hätten, weil ja deren Bilanzsumme ein vielfaches der 26 übrigen Konzerne ist, habe ich diese nicht berücksichtigt. Zudem ist bei Banken und Versicherungen eigentlich kaum tangibles EK zu finden, da ich Derivate usw. auch recht imaginär sind.
    http://www.uploadarea.de/upload/sktee7ks14bx4ziae4g3uqo8d.html

  • Da stehen Sie nicht alleine; und garantiert auch genau in der Mitte vieler soganannter Analysten und Spezialisten (wenn die mal klardeutsche sprechen würden).
    Die aktuellen Steigerungen und Kurse betrachte ich eher als Phantasiewünsche und funktionieren momentan nur deshalb, weil einfach zuviel "Computergeld" von einem auf das nächste Konto geschoben werden muss, also irgendwo " angelegt" sein will. Dazu noch eine Priese Angebot/Nachfrage und schon schiest der "festgestellte" Wertpapierpreis in die Höhe.

    Wenn ich mir nur einmal die aktuellen Wirtschaftsthemen ansehe und diese negative Nachrichtenflut auf zurückliegende Jahre lege: wo würden da bitte die Indizies stehen...?

    Letztendlich ist der Wertpapierhandel ein rein virtuelles Casinospiel; nur das es nach außen hin möglichst seriöser wirken soll.

  • Ich verstehe das Prinzip Aktien und Wertsteigerung von Aktien nicht. Kann mir das jemand erklären. Wie kann eine Aktie in einem Jahr um 40 Prozent zugelegt. Haben die Mitarbeiter 40 Prozent schneller und besser gearbeitet. Gibt es dann auch nicht genauso viele Verlierer, weil der Kunde den Euro eben nur einmal ausgeben kann? Habe das Gefühl alle sind schlauer als ich und hochstudiert. Ich blicke immer weniger durch in diesen Finanzsachen.

  • Es kommt immer darauf wann und wie man sein Geld festverzinslich anlegt.
    Es gibt nicht nur Staatsanleihen und es gibt weltweit nicht nur Niedrigzinsphasen.

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