Dax-Bilanz 2012: Platz 30 bis 28Platz 27 bis 25Platz 24 bis 22Platz 21 bis 19Platz 18 bis 16Platz 15 bis 13Platz 12 bis 10Platz 9 bis 7Platz 6 bis 4Platz 3 bis 1

Dax-Bilanz 2012
Welche Aktien begeistern – und welche nicht

Platz 6 bis 4

Platz 6: Bayer

Trotz schwächelnder Weltkonjunktur schwimmt der Pharma- und Chemiekonzern Bayer  im Geld. Das verhalf ihm einerseits seine Produktpalette zu erweitern und andererseits das Geld sinnvoll anzulegen.

Bayer steckte rund eine Milliarde Euro in seinen konzerneigenen Pensionsfonds. Damit sollten auch die Investment-Erträge erhöht werden. Der Konzern verfügte per Ende September über 2,6 Milliarden Euro an liquiden Mitteln.

In der Kunststoffsparte lief es dieses Jahr – und die Jahre davor – nicht gerade gut. Bayer-Chef Marijn Dekkers rechnet allerdings bald wieder mit einem besseren Geschäftsumfeld. In der Gesundheitssparte HealthCare und im Pflanzenschutzgeschäft CropScience seien die Märkte finanziell sehr attraktiv gewesen.

Bayer drückte sich vor einem Bieterwettstreit Reckitt Benckiser. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern gab seine Pläne zur Übernahme des US-Vitaminherstellers Schiff Nutrition auf – Aktionäre waren davon nicht enttäuscht. Die Bayer-Aktie hat in diesem Jahr 45,5 Prozent an Wert gewonnen.

Platz 5: SAP

Für den Walldorfer Softwarekonzern geht ein Rekordjahr zu Ende. Ungeachtet der trüben Konjunkturaussichten stockte SAP die Geschäftsprognose für das laufende Jahr auf. SAP möchte zwischen 10,5 und 12,5 Prozent mehr als im Rekordjahr 2011 verdienen. Damals verbuchte SAP 11,35 Milliarden Euro.

Die Aktionäre vernehmen solchen Optimismus gerne. Auch wenn es nicht unter die Top Drei der Dax-Werte reicht, ist der Wertzuwachs der Aktie mit knapp 46 Prozent beachtlich. In den vergangenen drei Jahren machten Aktionäre einen Schnitt von 83 Prozent.

Positiv stimmt auch ein Blick in die Branche. Der Software-Konzern Oracle konnte im zweiten Geschäftsquartal den Gewinn im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 2,58 Milliarden Dollar steigern. Der Umsatz legte um drei Prozent auf 9,09 Milliarden Dollar zu.

Die Gunst der Stunde nutzt SAP-Gründer Hasso Plattner und verkaufte einen Teil seines Aktienpakets. Eine Bank soll in den kommenden zwölf Monaten SAP-Aktien für 120 Millionen Euro nach und nach an den Mann bringen. Plattner will sein Geld unter anderem in seinen Wagniskapitalfinanzierer Hasso Plattner Ventures und in das Hasso-Plattner-Institut für Software-Systemtechnik an der Universität Potsdam investieren.

Platz 4: Volkswagen

Die Krise der Autoindustrie konnte den Wolfsburger Konzern in diesem Jahr nicht schrecken. Von Januar bis November verkauften die Niedersachsen 8,29 Millionen Autos. Das ist ein Plus zum Vorjahreszeitraum von 10,4 Prozent. In den ersten elf Monaten hat VW damit mehr Autos ausgeliefert als im Vorjahr, damit wird das Unternehmen in diesem Jahr einen neuen Absatzrekord erreichen.

Entsprechend begehrt war die Aktie in diesem Jahr. Die Vorzugsaktien legten 48,7 Prozent zu. Die Papiere pendelten zwischen 114 und 174 Euro. In den ersten drei Quartalen steigerte VW die Umsatzerlöse um 24 Prozent auf 144 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis liegt bei knapp neun Milliarden Euro, die Umsatzrendite 7,7 Prozent.

Besondere Kurspflege gab es von einem Gericht in den USA. Ein New Yorker Berufungsgericht wies die Klage von 26 Hedge-Fonds gegen Porsche zurück. New York sei nicht der richtige Ort für die Schadenersatzklage des deutschen Unternehmens. Ein wichtiger Teilerfolg, denn die Kläger werfen dem Unternehmen Betrug und ungerechtfertigte Bereicherung im Zusammenhang mit den Transaktionen mit Volkswagen-Aktien im Jahr 2008 vor. Die Hedge-Fonds sprechen insgesamt von einem Schaden in Höhe von mehr als 1,4 Milliarden Dollar. VW-Aktien stürmten daraufhin an die Spitze des Dax.

Kommentare zu "Welche Aktien begeistern – und welche nicht"

Alle Kommentare
  • Dieser Artikel ist für mich als langjährigen Aktienanleger völlig sinnlos. Mich interessiert die Zukunft und nicht die Vergangenheit: Welche Aktien haben das höchste Steigerungspotential, welche sollten lieber verkauft werden?

    Um derartige Prognosen zu erstellen, bedarf es etwas mehr, als einfach nur den Kursverlauf von 2012 darzustellen.

  • Aktien sind Sachwerte, heißt es immer. Deswegen soll man JETZT kaufen, sagen alle. Doch ist es wirklich so? Wie viel Sache steckt denn so hinter den deutschen Bluechips, oder besser wie viel ideeller und imaginärer Wert? Hier könnt ihr es sehen, denn ich habe mal mir die letzten Quartalsberichte angesehen und mir Eigenkapital und intangible Werte angesehen und diese gegenübergestellt. Obwohl ich mir ohnehin wenig werthaltige Bilanzen erwartete, war selbst für mich das derart geringe harte, d.h. tangible Eigenkapital der DAX-Konzerne erschreckend. Da Bank- und Versicherungsbilanzen das Ergebnis verfälscht hätten, weil ja deren Bilanzsumme ein vielfaches der 26 übrigen Konzerne ist, habe ich diese nicht berücksichtigt. Zudem ist bei Banken und Versicherungen eigentlich kaum tangibles EK zu finden, da ich Derivate usw. auch recht imaginär sind.
    http://www.uploadarea.de/upload/sktee7ks14bx4ziae4g3uqo8d.html

  • Da stehen Sie nicht alleine; und garantiert auch genau in der Mitte vieler soganannter Analysten und Spezialisten (wenn die mal klardeutsche sprechen würden).
    Die aktuellen Steigerungen und Kurse betrachte ich eher als Phantasiewünsche und funktionieren momentan nur deshalb, weil einfach zuviel "Computergeld" von einem auf das nächste Konto geschoben werden muss, also irgendwo " angelegt" sein will. Dazu noch eine Priese Angebot/Nachfrage und schon schiest der "festgestellte" Wertpapierpreis in die Höhe.

    Wenn ich mir nur einmal die aktuellen Wirtschaftsthemen ansehe und diese negative Nachrichtenflut auf zurückliegende Jahre lege: wo würden da bitte die Indizies stehen...?

    Letztendlich ist der Wertpapierhandel ein rein virtuelles Casinospiel; nur das es nach außen hin möglichst seriöser wirken soll.

  • Ich verstehe das Prinzip Aktien und Wertsteigerung von Aktien nicht. Kann mir das jemand erklären. Wie kann eine Aktie in einem Jahr um 40 Prozent zugelegt. Haben die Mitarbeiter 40 Prozent schneller und besser gearbeitet. Gibt es dann auch nicht genauso viele Verlierer, weil der Kunde den Euro eben nur einmal ausgeben kann? Habe das Gefühl alle sind schlauer als ich und hochstudiert. Ich blicke immer weniger durch in diesen Finanzsachen.

  • Es kommt immer darauf wann und wie man sein Geld festverzinslich anlegt.
    Es gibt nicht nur Staatsanleihen und es gibt weltweit nicht nur Niedrigzinsphasen.

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