Dax-Gewinner
Die Konkurrenzlosen in Deutschlands Top-Index

Es gibt sicherlich interessantere Unternehmen als Bayer, Merck oder Fresenius. Doch erfolgreichere gibt es kaum. Die Gesundheitskonzerne sind seit Jahren auf dem Vormarsch. Warum sie im Dax keine Konkurrenz haben.
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Allzeithoch! Man könnte langsam den Eindruck gewinnen, deutsche Gesundheitskonzerne hätten dieses Wort abonniert. Sowohl Bayer, als auch Merck und Fresenius kamen unlängst in den Genuss dieses außergewöhnlichen Zustandes. Für die Leverkusener scheint es derzeit nur den steilen Weg bergauf zu geben. Die Fokussierung auf die margenstarken Geschäftsflügel zahlt sich dramatisch aus. Bayer verdient im Pharmabereich ausgesprochen gutes Geld mit bewährten und neuen, innovativen Präparaten.

Wichtigster Kurstreiber für die Aktie bleibt die Gesundheitssparte Healthcare. In den ersten neun Monaten des Jahres steuerte sie 46 Prozent des Umsatzes und sogar 61 Prozent des operativen Gewinns bei. Die Investmentbank Morgan Stanley schätzt, dass der operative Gewinn (Ebitda) der Healthcare-Sparte in den kommenden fünf Jahren um durchschnittlich zehn Prozent steigen wird. Das wäre einer der besten Werte der gesamten Branche. Kein Wunder, dass die Aktionäre derzeit die Papiere nachfragen wie verkaterte Jugendliche nach einer durchzechten Partynacht die Aspirin-Tablette am nächsten Morgen.

Seit ihrem Tiefstand im Jahr 2003 hat die Aktie mittlerweile um mehr als 1000 Prozent hinzugewonnen. Ein Ende des Höhenflugs ist derzeit nicht in Sicht. So dürfte das Bayer-Papier in den kommenden Monaten zusätzlichen Rückenwind aus der Produktpipeline bekommen.

JP Morgan hat dabei fünf Kandidaten als besonders aussichtsreich ausgemacht, die es bei erfolgreicher Entwicklung insgesamt auf einen Jahresumsatz von bis zu sechs Milliarden Dollar bringen könnten. Die Produkte befinden sich in der zweiten von drei Phasen der klinischen Entwicklung, und dürften damit dem Wertpapier des 1863 gegründeten Unternehmens weitere Kursfantasien verleihen.

Durchaus bemerkenswert ist auch die Entwicklung des Pharma und Chemiekonzerns Merck. Dank eines kürzlich abgeschlossenen Milliarden-Deals mit dem US-Pharmariesen Pfizer kennt die Begeisterung bei den Anlegern kein Halten mehr. „Unser strategischer Fokus auf die Immunonkologie wird durch die weltweite Allianz ganz wesentlich gestärkt“, freut sich auch Mercks Pharma-Chef Stefan Oschmann. Sogar die oftmals kritischen Analysten sind voll des Lobes. Odile Rundquist von der Baader Bank sprach von „sehr guten Nachrichten“ für Merck. Die Allianz beschleunige die Entwicklungsarbeit der Darmstädter und verleihe ihr erhebliche Glaubwürdigkeit.

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