Dax, MDax, TecDax
Die besten Dividenden-Aktien

Die Dax-Konzerne schütten bald Milliarden aus. Während viele die Dividende erhöhen, werden andere ihre Anleger enttäuschen. Welche Aktien sich am meisten lohnen – und warum hohe Dividenden allein nicht glücklich machen.
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Volkswagen, Bayer, BASF – sie alle tun es. Diese Unternehmen zahlen ihren Aktionären eine höhere Dividende als im Vorjahr. Das macht ihre Aktien umso attraktiver für Anleger, die eine Alternative zu niedrig verzinsten Anleihen suchen. Gerade in einer Zeit, in der die Aussichten auf Kursgewinne ungewiss und die Zinsen niedrig sind, ist eine ansehnliche Dividende wertvoller denn je.

In der Finanzkrise mussten viele Unternehmen die Dividenden kürzen. Im Jahr 2008 schütteten die Dax-Konzerne rund 40 Prozent weniger aus als im Jahr davor. Inzwischen ist dieser Einbruch wieder vollständig aufgeholt. Die Unternehmen aus Dax, MDax und TecDax werden nach Schätzungen der DZ Bank in diesem Jahr 34,4 Milliarden Euro ausschütten. Das wäre ein neuer Rekord.

„Es gibt eine Vielzahl von Unternehmen, die attraktive und nachhaltige Gewinne erwirtschaften, gute Ertragsaussichten haben und diese in Form von Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten“, erklärt Christian Kahler von der DZ Bank. Die Experten der DZ Bank gehen davon aus, dass die Dividenden – trotz der Rezession in Europa – in den kommenden zwei Jahren weiter steigen, im Schnitt um rund vier Prozent, ähnlich wie die Unternehmensgewinne.

Die Dividendenrendite vieler Unternehmen liegt höher, als das, was sich mit festverzinslichen Papieren erzielen lässt – eine seltene Konstellation. „Die aktuellen Dividendenrenditen sind im Vergleich zum Zinsniveau historisch hoch, zudem impliziert das geringe Verschuldungsniveau der Unternehmen auch weiterhin gute Dividendenperspektiven“, betont Berndt Maisch, Fondsmanager des LBBW Dividenden Strategie Euroland. Mehr als die Hälfte der europäischen Unternehmen habe eine Dividendenrendite, die über der Rendite der jeweiligen Unternehmensanleihe liegt. Die Dividendenrendite für Dax-Aktien liegt aktuell bei 3,2 Prozent. Zum Vergleich: Für zehnjährige Bundesanleihen gibt es gerade einmal 1,4 Prozent.

Aber: Die Unterschiede zwischen den Guten und den Schlechten werden größer. Nur wer erfolgreich gearbeitet hat, kann es sich leisten, einen Teil des Gewinns unter den Aktionären zu verteilen. Umgekehrt müssen die die angeschlagenen Firmen notgedrungen knausern. Thyssen-Krupp und Lufthansa schütten diesmal gar nichts aus, die Commerzbank sowieso nicht. „Die Unternehmen sind vorsichtig geworden”, sagt Fondsmanager Nils Ernst von DWS Investments. „Wer seine Dividende anheben will, muss sich sicher sein, sie in den nächsten fünf bis zehn Jahren nicht wieder senken zu müssen“, sagt er.

Auf die Höhe der Dividende oder der Dividendenrendite allein sollten sich Anleger nicht verlassen. Gemessen an der absoluten Höhe der Ausschüttungen sind die Topzahler im Dax die Deutsche Telekom, Siemens, BASF, Daimler, Eon und Allianz. Diese Unternehmen schütten zusammen rund 14,7 Milliarden Euro aus, also rund 42 Prozent aller Dividenden in Dax, TecDax und MDax.

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  • Ich habe vor einigen Jahren die sogenannten Dividenden starke Unternehmen gekauft.
    Wie z.B ThyssenKrupp, EON , Deutsche Bank usw. Leider hat sich diese Strategie Aufgrund der vielen staatlichen Eingriffe auf diese Unternehmen nicht gerechnet. Diese Aktien haben mir nur Verluste beschert, wenn ich diese Aktien verkaufen würde also halten und Tee trinken.
    Ich war mit meiner persönlichen 1 Euro Strategie viel erfolgreicher. Einfach einen beliebigen Wert kaufen und warten bis er ein Euro mehr wert ist und dann wieder verkaufen. Anschließend wieder einsteigen wenn die Aktie wieder gefallen ist. Das ganze muss natürlich einen gewissen Umfang haben, damit nicht nur die Bank an der Transaktion verdient. So kann jedes auf und ab des Kurses genutzt werden.

  • Interessanter als der 10 Jährige Rückblick der DZ Bank, ist eigentlich das Orginal aus den USA mit mindestens 25 Jahren Dividendenhistorie. Hier gibt es immer noch genügend Kandidaten in Deutschland, wahrscheinlich nicht mehr ganz so viele aus der DAX-Familie, aber dafür sind es die wahren Deutschen Dividenden Dinosaurier.

    http://www.sfg-value.de/ressorts/investieren/28-deutsche-dividenden-dinosaurier

  • Das mit der Dividende ist eine Milchmädchenrechnung. Das Geld fließt aus dem Unternehmen ab. Deshalb sinkt der Aktienkurs nach der Ausschüttung. Oft ist es besser, wenn Firmen das Geld in Forschung oder Investitionen stecken, um dem Unternehmen einen Marktvorteil zu verschaffen. Dieser wirkt sich dann kurssteigernd aus. Eine Alternative zur Dividende sind Aktienrückkaufprogramme, wie sie in den USA üblich sind: Firmen kaufen einen Teil ihrer eigenen Aktien zurück. Das bewirkt i. A. eine Kurssteigerung, von der die Aktionäre profitieren. Natürlich ist maßvolle Dividende per se nichts Schlechtes, aber man sollte seine Kaufentscheidung nicht primär von der Dividende abhängig machen.

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