Dax-Stimmung
„Hausse-Bewegung mit euphorischen Zügen“

Mit der dynamischen Aufwärtsbewegung des Dax in der vergangenen Woche kommt das Meinungsforschungsinstituts Sentix nach ihrer Kapitalmarktumfrage unter 2500 Investoren zu einem eindeutigen Schluss: „Die Hausse-Bewegung liefert nun endlich euphorische Züge“.

HB DÜSSELDORF. Damit sei der aus der „Hausse der Angst“ in 2006 erwachsene Aufwärtszyklus über die „Sorglosigkeit“ während der Korrektur Ende Februar in ein neues Stadium eingetreten, schreibt Patrick Hussy von Sentix. Dabei beeindrucke vor allem, wie schnell die Anleger ihre zuvor herrschenden Zinsängste verdrängt haben, ohne dass es zu einer nennenswerten Entlastung bei den Zinsen gekommen ist.

Festzumachen sei die „Phase der Euphorie“ zudem an immer rascheren Erholungsbewegungen im Anschluss an jeweilige Marktkorrekturen. „Jeder Rückschlag ist ein Kauf und der Versuch, das Korrekturende vorwegzunehmen, beschleunigt sich“, so Hussy mit Blick auf das jüngste Anlegerverhalten.

Besondere Bedeutung haben dem Experten zufolge neben den „dauerhaft belastenden Zinsmärkten“ jetzt die japanischen Börsen. Ein Bruch der zweiprozentigen Renditemarke bei den zehnjährigen japanischen Staatsanleihen sowie ein positives Signal vom breiten Aktienindex Topix hätte einen „globalen Aktienbullmarkt“ zur Folge. Bei den Bonds sei indes noch keine Panik zu verzeichnen.

Aus Branchensicht fällt laut Hussy vor allem der Sektor Industriegüter mit „klaren Überhitzungserscheinungen“ auf. „Die Branche muss in die Korrektur“, fordert der Analyst. Pharma/Healthcare nähere sich dagegen Extremwerten auf der Negativseite. Daneben setze sich die Erholung von Telekom fort, das Sentiment für Banken bleibe weiter negativ. Die Finanzdienstleister stünden weiter vor dem Ende der Outperformance.

Bereits am Mittwoch vergangener Woche hatte Cognitrend, die im Auftrag der Deutschen Börse die Stimmung unter professionellen Marktteilnehmern untersucht, den Glauben der Händler an eine lang anhaltende Baisse zu den Akten gelegt. „Sogar Dax-Stände von 10 000 bis zu 22 000 gingen besonders denen leicht über die Lippen, die bei 7 500 den Weg noch voller Widerstände und Hürden sahen“, hieß es in der Analyse von Cognitrend.

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