Debüt am Aktienmarkt
Cat Oil feiert gelungenen Einstand an der Börse

Der Ölförder-Dienstleister Cat Oil hat am Donnerstag ein fulminantes Börsendebüt gegeben und seinen Aktionären hohe Zeichnungsgewinne beschert. Die Messlatte für den in den Startlöchern stehenden Börsenaspiranten Air Berlin liegt damit hoch.

HB FRANKFURT. Die im Frankfurter Prime Standard notierten Papiere der österreichischen Cat Oil stiegen am Donnerstag bis auf 20,25 Euro, 35 Prozent über dem Zuteilungspreis von 15 Euro. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Vorstandschef Manfred Kastner im Gespräch mit Reuters. Die Emission sei 25fach überzeichnet gewesen. „Man hat uns das Angebot gemacht, wegen der hohen Nachfrage die Preisspanne anzuheben. Wir stehen aber zu unserem Wort“, sagte er.

Mit einem Emissionsvolumen von bis zu 293 Millionen Euro, von denen der Löwenanteil an die Altgesellschafter geht, zählt Cat Oil zu den größeren Börsengängen in Deutschland in diesem Jahr. Am Aktienmarkt wird der Neuling, der im vergangenen Jahr 157,4 Millionen Euro umsetzte, mit rund einer Milliarde Euro bewertet. Der Streubesitz beläuft sich nach der Ausübung der Mehrzuteilungsoption auf etwa 40 Prozent.

Mit den Einnahmen aus dem Börsengang will Vorstandschef Kastner die Produktionskapazität erhöhen und die Marktstellung in Osteuropa und Zentralasien verbessern. Die 2200 Mitarbeiter zählende Gesellschaft aus Baden bei Wien bietet vor allem in Russland und Kasachstan Ölkonzernen ihre Dienste an, mit denen sie die Produktivität bei der Förderung von Öl und Gas erhöhen können.

Aktienexperten bezeichneten das Börsendebüt von Cat Oil als gelungen, obwohl es durch die Diskussion um den zunächst nicht genannten Großaktionär belastet worden war. Deutlich schwieriger dürfte der für Freitag geplante Börsengang der Billigfluglinie Air Berlin werden. „Zeichnungsgewinne in der Größenordnung von Cat oil sollte man bei Air Berlin nicht erwarten“, sagte Händler Markus Strauch von dem auf vorbörslichen Handel spezialisierten Brokerhaus Lang & Schwarz. Dort wurden die Papiere der Billig-Airline am letzten Tag der Zeichnungsfrist mit 15,30 bis 16 Euro taxiert. Kapitalmarktexperten rechnen mit einer Zuteilung in der Mitte der von 15 bis 17,50 Euro reichenden Preisspanne.

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