Der britische Spirituosenhersteller wächst weltweit
Trotz Streit über Alcopops noch Potenzial für Diageo

Während fast die gesamte Bierbranche über Umsatzeinbußen klagt, kann sich der weltweit größte Spirituosenhersteller Diageo kaum beschweren. Und dass, obwohl sich die Kassenschlager der letzten Jahre, die so genannten Alcopops, allmählich zu Ladenhütern entwickeln dürften.

HB DÜSSELDORF. Viele europäische Regierungen sehen in der hochprozentigen Mixtur eine Einstiegsdroge für Jugendliche und wollen daher für diese Getränke eine Sondersteuer einführen. Dem Aktienkurs sollte das aber nicht schaden, meinen die Analysten. Zweistellige Wachstumsraten in Afrika, Lateinamerika und Asien würden die rückläufigen Verkaufszahlen in Europa mehr als kompensieren.

Vor zwei Jahren kam mit Smirnoff Ice der erste Alcopop von Diageo auf den Markt. Vor allem die 14- bis 17-Jährigen griffen seitdem immer häufiger zu der süßen Mischung. Damit stieg jedoch nicht nur der Umsatz des britischen Konzerns, sondern auch der Unmut der Jugendschützer. Höhere Steuern und strengere Alterskontrollen sollen dem Mixgetränk nun einen bitteren Beigeschmack geben. Während in Deutschland die „Strafsteuer“ noch als Entwurf auf dem Tisch liegt, haben andere Länder wie Schweiz und Frankreich derartige Gesetze längst beschlossen.

„Für Diageo sind die Sondersteuern zwar ärgerlich, aber nicht allzu tragisch“, sagt Silke Stegemann von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Denn trotz der Erfolge der Modedrinks – noch 2002 waren diese für die Hälfte des Umsatzwachstums verantwortlich – ist der Konzern nicht mehr von den umstrittenen Mischgetränken abhängig. „Diageo hat rechtzeitig erkannt, dass die Alcopops langfristig nicht als einziger Wachstumstreiber ausreichen und daher verstärkt neue Märkte erschlossen“, meint die Analystin.

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