Der nächste potenzielle Kassenschlager wartet schon
Motorolas Story überzeugt die Analysten

Mit dem schmalsten Funktelefon der Welt begeistert US-Handyproduzent Motorola derzeit sowohl seine Kunden als auch die Investoren und Analysten. Bei Fans heißt das Gerät nur „Muschel“ oder „die Auster“; der offizielle Name lautet Razr – eine absichtliche Falschschreibung des Wortes Razor (Rasierer), wegen des Klappmechanismus’ und der angeblich nur rasiermesserdünnen Breite. Bislang verkaufte Motorola etwa zwölf Millionen Razrs, die Hälfte davon allein im dritten Quartal.

HOUSTON. Damit trug das Handy einen großen Teil zum phänomenalen Quartalsgewinn bei, der sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifachte. „Motorola schafft es, seine Produkte sehr teuer zu verkaufen und damit die Margen nach oben zu treiben“, lobt Analystin Susan Kalla von der Investmentbank Caris & Co. Während die Konkurrenz mit sinkenden Gewinnspannen zu kämpfen hat, konnte Motorola so die durchschnittlichen Einnahmen pro Telefon sogar verbessern. Experten schätzen, dass dieser Trend während des gesamten nächsten Jahres anhalten wird.

Der Markt belohnt die Amerikaner mit steigenden Kursen: In nur fünf Monaten gewann die Aktie etwa 65 Prozent an Wert und liegt momentan leicht unterhalb des Fünfjahreshochs von Mitte September. Michael Ounjian von CSFB rechnet sogar mit einem Aufwärtspotenzial von weiteren 55 Prozent auf rund 35 Dollar.

Vorbei sind die Zeiten, als das Unternehmen als marode und ausgelaugt galt. Seit Konzernchef Ed Zander vor knapp zwei Jahren das Ruder übernahm, steigen Umsatz und Gewinne. Inzwischen zählt die Nummer zwei am Weltmarkt zum Unternehmen der Branche mit den meisten Innovationen. „Motorolas Produktreihe sieht zurzeit sehr stark aus“, sagt auch Brantley Thompson von Goldman Sachs. Dank des Razr stieg Motorolas Marktanteil auf weltweit 19 Prozent, satte fünf Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Nur das finnische Mobilfunkunternehmen Nokia verkauft noch mehr Handys auf dem Weltmarkt.

Und Motorolas nächster potenzieller Kassenschlager wartet schon, sagt Michael Walkley von Piper Jaffray: Seit September steht das „Rokr“ in den Regalen, das in Zusammenarbeit mit dem Computerhersteller Apple und dessen iTunes-Musikservice bis zu 100 Lieder speichern und abspielen kann. „Bislang haben die Rokr-Verkaufszahlen die Erwartungen noch nicht erfüllt, aber unseren Marktstudien zufolge liegt das auch daran, dass der Speicherplatz mit 100 Songs eher knapp bemessen ist“, sagt Walkley. „Das Konzept scheint den Kunden jedenfalls zu gefallen, und die überarbeitete Version wird sich unserer Meinung nach erfolgreicher verkaufen.“

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