Der US-Baumaschinenhersteller profitiert von der anziehenden Konjunktur in Nordamerika
Analysten trauen Caterpillar weitere Kurssteigerungen zu

Der weltgrößte Baumaschinenhersteller, der US-Konzern Caterpillar, hat sich aus den Schwierigkeiten der Branche herausgearbeitet. Und Analysten erwarten für die kommenden zwölf Monate weiter hohe Kursgewinne.

HOUSTON. Das Unternehmen aus dem Bundesstaat Illinois, dessen Name auf Deutsch „Raupe“ bedeutet, legte vor wenigen Wochen Rekordergebnisse vor – denn die Konjunktur in Nordamerika beginnt zu brummen. Und seit die Analysten des Bankhauses Merrill Lynch den Dow-Jones-Titel vor Wochenfrist von „halten“ auf „kaufen“ hochgestuft haben, klettert der Kurs stetig: Mit aktuell rund 75 Dollar hat die Aktie seit dem Jahrestiefstand im Mai 2003 um mehr als 50 Prozent zugelegt.

Für die kommenden zwölf Monate erwarten die Experten weiter hohe Kursgewinne: Robert McCarthy vom Analysehaus Baird US-Equity Research etwa setzt das Kursziel momentan auf 101 Dollar. „Das Verhältnis von Risiko und zu erwartetem Gewinn ist bei Caterpillar günstig“, sagt McCarthy. Sein Kollege Andrew Obin von Merrill Lynch bewertet das Aufwärtspotenzial ähnlich optimistisch: „Wir haben zwar in den vergangenen Wochen schon einen deutlichen Sprung im Aktienpreis gesehen, aber durch die günstigen Markttrends sollten im Laufe der kommenden zwölf Monate noch weitere Kursgewinne möglich sein.“

Deshalb raten Obin und McCarthy den Anlegern zum Kauf von Aktien des Spezialmaschinenbauers und sind damit unter den Experten nur knapp in der Minderheit: Von 20 US-Analysten bewerten den Titel zurzeit neun mit „kaufen“ und zehn mit „halten“, wie der Finanzdienst Thomson First Call registriert hat. Ein Experte empfiehlt den Verkauf.

Merrill-Lynch-Analyst Obin rechnet damit, dass Caterpillar jetzt die Wende geschafft hat. Er erwartet für mindestens drei Jahre hervorragende Ergebnisse: „Im vergangenen Jahr haben wir stets gezögert, die Bewertung für Caterpillar hochzustufen, weil der größte Zuwachs im Baugeschäft von Eigenheimen und Privatwohnungen stammte. Und dieser Sektor ist für Caterpillar wesentlich weniger lukrativ als der Großbau und gewerbliche Bau“, erklärt Obin. „Aber jetzt beginnen mehrere wich-tige Märkte wie zum Beispiel Nordamerika, sich zu erholen. Deshalb erwarten wir, dass das lukrative gewerbliche Baugeschäft anzieht und bis 2007 stark bleibt. Ab der zweiten Jahreshälfte sollte dann die Nachfrage für Caterpillar deutlich steigen.“

Caterpillar selbst hat die Messlatte für die kommenden Quartale hoch gesteckt. In Nordamerika legte der Maschinenabsatz im vergangenen Vierteljahr verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um fast 50 Prozent zu, und im bislang eher schwierigen Lateinamerika-Geschäft waren die Steigerungsraten bei Umsatz und Gewinn mit jeweils rund 60 Prozent sogar noch deutlicher.

Jetzt will Caterpillar im laufenden Jahr den Umsatz um rund 20 und den Gewinn pro Aktie sogar um bis zu 70 Prozent steigern. Vorstandschef Jim Owens erklärte jüngst, die Weltwirtschaft zeige derzeit „eine der stärksten und breitesten Erholungen seit Jahren“. Daher und seien die Geschäftschancen zunehmend attraktiv.

Analyst Andrew Casey von der Prudential Equity Group teilt diese Sichtweise. Die weiteren Wachstumsaussichten für das Unternehmen stuft er deshalb als „sehr positiv“ ein.

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