Der Weltmusikmarkt wächst wieder stark - Mehrheit der Experten rät zum Kauf
Jack-White-Aktie beschwingt die Anleger

Jack White Productions (JWP) hat von Januar bis März das beste Quartal der nur sieben Jahre alten Geschichte hinter sich gebracht. Die Börsianer honorieren dies; der Aktienkurs ist vom Tief bei unter 3 Euro inzwischen auf über 9 Euro gestiegen

FRANKFURT/M. „Endlich scheint auch die Börse zu erkennen, dass die Talfahrt am Weltmusikmarkt beendet ist und wir gute Perspektiven haben“, sagt Jack White, Vorstandschef des Musikproduzenten Jack White Productions (JWP). Das Unternehmen, das seit 35 Jahren bei Musikproduktion und -vertrieb Partner von Bertelsmann ist, hat von Januar bis März das beste Quartal der nur sieben Jahre alten Geschichte hinter sich gebracht. Der Konzernumsatz stieg um 39 Prozent auf 7,5 Mill. Euro und der Nettogewinn um 65 Prozent auf 1,11 Mill. Euro.

Die Börsianer honorieren dies; der Aktienkurs ist vom Tief bei unter 3 Euro inzwischen auf über 9 Euro gestiegen. Geht es nach dem seit 35 Jahren im internationalen Musikgeschäft tätigen Jack White, dann ist das jedoch erst der Beginn eines länger anhaltenden Kursaufschwungs. Das Interesse an der Aktie war an der Börse in den vergangenen Tagen nicht zuletzt durch den Einstieg des südafrikanischen Großaktionärs Robert Hersov, der aus der Gründerfamilie des Minen- und Industriekonglomerats Anglovaal stammt, geweckt worden. Hersov hatte Ende Mai vom Firmengründer Jack White – der sich vor vielen Jahren auch als Profi-Fußballer einen Namen gemacht hat – einen Anteil von 10 Prozent des Aktienkapitals des Berliner Unternehmen erworben.

Der Vorstandsvorsitzende der Musikproduktionsfirma sieht im Gegensatz zu manchen anderen Beobachtern, die für den Tonträgermarkt Gefahren durch die Existenz des Internet sehen, eine rosige Zukunft für den Weltmusikmarkt und damit auch für sein Unternehmen.

Von den vier Wertpapier-Analysten deutscher Banken, die die Aktie ständig beobachten, stufen drei Analysten den Titel mit „Kauf“ und ein Analyst mit „klarer Kauf“ ein. Das Kursziel von Peter Thilo Hasler, Analysts bei der Hypo-Vereinsbank liegt bei 12,20 Euro. Eine positive Meinung zur JWP-Aktie hat auch Christoph Schlienkamp vom Bankhaus Lampe. „Die Aktie ist billig“, sagt Hasler, der sich in den vergangenen Monaten zunächst noch zurückhaltend gezeigt hatte, jetzt allerdings starkes Wachstumspotenzial sieht. Einen Minuspunkt vergibt Hasler allerdings für die JWP-Aktie. Wegen der geringen Zahl von nur neun Mitarbeitern in der AG sei das Wachstum des Unternehmens begrenzt. Künstler forderten meist eine intensive persönliche Betreuung, so dass für eine Expansion eine Stärkung der Personaldecke notwendig sei.

„Wir werden 2005 hohe zweistellige Zuwächse beim Nettogewinn erzielen“, ist White optimistisch, die Prognosen der Analysten erfüllen zu können. Es seien „durchaus positive Überraschungen drin". Einige Experten sehen die Gefahr, das Internet könne wegen möglicher Musik-Piraterie eine Wachstumsbremse sein. White sieht das völlig anders. „Es wurde in der Welt nie zuvor so viel Musik gehört, wie seit der Diskussion über Internet-Downloads", sagt er, der sich als erfolgreichster deutscher Songschreiber der vergangenen 30 Jahre bezeichnet.

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