Designer entgehen der Konsumkrise mit eigenen Läden und starkem Auslandsgeschäft: Modeaktien verschönern das Portfolio

Designer entgehen der Konsumkrise mit eigenen Läden und starkem Auslandsgeschäft
Modeaktien verschönern das Portfolio

In feinen Zwirn zu investieren, kann sich auch an der Börse lohnen. Die Kurse der Modehersteller Escada, Hugo Boss und Gerry Weber sind 2004 stark angestiegen. Mode made in Germany boomt vor allem im Ausland.

DÜSSELDORF. Aber auch in der Heimat sind die Luxuslabels mit der Strategie, ihre Mode in eigenen Läden zu verkaufen, erfolgreich. Während der Textileinzelhandel im Vorjahr zwei Prozent weniger Umsatz verbuchte, schafften die Modehersteller nach Angaben des Branchenverbands German Fashion ein Umsatzplus von vier Prozent.

Besonders erfolgreich schneidert Hugo Boss. Vorläufigen Zahlen zufolge stieg der Gewinn vor Steuern 2004 um 13 Prozent, der Umsatz um elf Prozent. Auch der lange verlustträchtige Ausflug in die Damenwelt kommt inzwischen in Schwung: Erstmals schrieb das Unternehmen 2004 mit der Linie Boss-Woman schwarze Zahlen. Wie der Damenbekleider Escada setzt Hugo Boss voll auf den Export – 75 Prozent des Umsatzes werden im Ausland erzielt. „Der deutsche Markt bleibt schwierig. Wichtiger denn je ist die Präsenz in den USA und Asien – und dort vor allem in Japan und Hongkong“, sagt Matthias Engelmayer, Analyst bei Independent Research.

Die Aussicht auf gute Geschäfte in den für Luxusgüter wichtigen Märkten treibt die Kurse: Boss-Aktien gewannen in den vergangenen zwölf Monaten 48 Prozent, Escada-Titel sogar 62 Prozent. Dafür sorgte auch die Rückkehr der Escada-Gruppe in die Gewinnzone. Im Geschäftsjahr 2003/2004 erzielte der Konzern einen Gewinn nach Steuern von 4,5 Mill. Euro nach einem Verlust von 78 Mill. Euro im Vorjahr. Die Phantasie von Anlegern und Analysten beflügelt zudem die Linie Escada-Sport, mit der der klassische Damenausstatter nun auch junges Publikum begeistert.

Noch mehr im Inland verhaftet ist Gerry Weber, nur 40 Prozent des Umsatzes stammen aus dem Ausland. Um die Konsolidierung im Einzelhandel zu umgehen, nimmt der Konzern das margenstarke Modegeschäft selbst in die Hand. In den kommenden Jahren sollen aus 70 „Houses of Gerry Weber“ 300 eigene Läden werden. Die Börse honoriert dies: In den vergangenen zwölf Monaten legte der Kurs der Gerry-Weber-Aktie um 40 Prozent zu.

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