Details in der kommenden Woche
Jerini kündigt Börsengang noch für 2005 an

Das Pharmaunternehmen Jerini will noch im laufenden Quartal an die Börse gehen. Mit den frischen Mitteln will die Berliner Firma vor allem die geplante Markteinführung ihres am weitesten entwickelten Medikamentenkandidaten finanzieren.

HB FRANKFURT. Angestrebt werde ein Listing im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, teilte die Gesellschaft am Montag mit. Sämtliche angebotenen Aktien inklusive der Mehrzuteilungsoption sollten aus einer Kapitalerhöhung stammen. Federführend werde der Börsengang von der Deutschen Bank und Credit Suisse First Boston betreut, daneben gehörten die WestLB und Fortis Bank dem Konsortium an. Weitere Details zum Börsengang will Jerini in den nächsten Wochen bekannt geben.

„Wir fühlen uns reif für die Börse und halten eine Platzierung jetzt für den richtigen Schritt, um das Unternehmen weiter zu entwickeln“, sagte Jerini-Vorstandschef Jens Schneider-Mergener. Mit den Mitteln aus dem Börsengang wolle Jerini vor allem den Aufbau seines Vertriebs- und Marketingbereichs für die Markteinführung seines Wirkstoffs Icatibant finanzieren. Icatibant ist zur Behandlung des vererbten Angio-Ödems gedacht und wird derzeit in Nordamerika und Europa in einer Phase-III-Studie am Patienten klinisch erprobt. Die seltene Erkrankung verursacht unter anderem schmerzhafte Schwellungen der Hände und der Füße.

Für 2006 peilt Jerini Zulassungsanträge für Icatibant bei der US-Gesundheitsbehörde FDA und bei der europäischen EMEA an. In Europa will das Unternehmen das Mittel selbst vermarkten, in den USA mit einem Partner. Jerini ist auf die Entwicklung von Medikamentenwirkstoffen auf Basis von Peptiden spezialisiert. Die Gesellschaft wäre nach dem Börsengang der Biotechnologiefirma Paion im Frühjahr die zweite aus der Branche, die in diesem Jahr den Sprung auf das Börsenparkett wagt. Seit dem Jahr 2000 hatte sich Jerini über 71 Mill. € an privaten Finanzspritzen sichern können.

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