Deutliche Zeichnungsgewinne
Starkes Börsendebüt von Gagfah

Die Aktien des Immobilienkonzerns Gagfah sind bei ihrem Börsendebüt im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse deutlich über dem Ausgabepreis in den Handel gestartet. Die Papiere eröffneten am Donnerstag bei 22 Euro und lagen damit rund 16 Prozent über dem Zuteilungspreis von 19 Euro, der am oberen Ende der Preisspanne von 17 bis 19 Euro festgelegt worden war.

HB FRANKFURT. Im weiteren Verlauf verloren die Titel dann an Schwung und gaben bis auf 20,60 Euro nach. „Wir sind überaus glücklich, über den guten Start“, sagte Gagfah-Chef Burkhard Drescher. Seiner Aussage nach war die Emission mehr als zehnfach überzeichnet. „Das Interesse war aus dem englischen und amerikanischen Raum sehr groß“.

Bereits im Vorfeld hatte sich eine große Nachfrage nach den Papieren der 150 000 Wohnimmobilien verwaltenden Gesellschaft mit Sitz in Luxemburg abgezeichnet. Gagfah-Eigner Fortress, auf dessen Konten der komplette Emissionserlös fließt, hatte daraufhin die Zeichnungsfrist verkürzt und den Börsengang vorgezogen. Privatanleger in Deutschland haben den Angaben zufolge lediglich rund 1,8 Prozent der angebotenen Aktien erhalten.

Das Debüt der nun wichtigsten deutschen Immobilien-Aktie dürfte anderen Börsenaspiranten aus dem Sektor Mut machen. Zuletzt hatten Anleger bei Börsenkandidaten nur sehr zögerlich zugegriffen. Einige Aspiranten konnten erst nach einem deutlichen Preisnachlass ihre Aktien unterbringen.

Mit der Emission von 20 Prozent der Gagfah-Anteile fließen dem Finanzinvestor Fortress durch den Börsengang 853 Mill. Euro zu. Gagfah, dem Experten die Aufnahme in den Nebenwerteindex MDax zutrauen, ist nach Wacker Chemie die zweitgrößte Neuemission in Deutschland in diesem Jahr. An der Börse wird die Wohnimmobiliengruppe mit rund 4,3 Mrd. Euro bewertet.

Gagfah will auf dem im Umbruch befindlichen deutschen Immobilienmarkt seine Position weiter ausbauen. So soll das Wohnungsportfolio in den kommenden Jahren verdoppelt werden. Neben Zukäufen will Gagfah-Chef Burkhard Drescher die Kosten senken, Leerstände reduzieren und die Mieten erhöhen.

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