Aktien
Deutsche Autowerte nach US-Absatzzahlen meist mit Gewinnen

Die Aktien der deutschen Autohersteller haben am Donnerstag auf die aktuellen Absatzzahlen in Nordamerika reagiert und entsprechend gewonnen oder nachgegeben.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der deutschen Autohersteller haben am Donnerstag auf die aktuellen Absatzzahlen in Nordamerika reagiert und entsprechend gewonnen oder nachgegeben. Die überraschend gute Entwicklung bei Porsche verhalf vor allem der Aktie des außerhalb der Dax-Familie notierenden Sportwagen-Herstellers zu deutlichen Gewinnen. Zudem reagierte die CSFB positiv auf die Zahlen und bestätigte die Aktie mit "Outperform". Porsche stiegen bis 9.45 Uhr im Xetra-Handel um 1,52 Prozent auf 601,00 Euro.

BMW legten nach relativ erfreulichen Absatzzahlen für Mai und einer Hochstufung durch die CSFB spürbar um 1,64 Prozent auf 36,60 Euro zu. Daimler-Chrysler stiegen um 0,33 Prozent auf 33,23 Euro. VW drehten nach anfänglichen Verlusten ins Plus und stiegen trotz des Absatzeinbruchs zuletzt moderat um 0,19 Prozent auf 36,72 Euro. Zugleich gewann der Dax leicht um 0,05 Prozent auf 4 529,57 Zähler.

"Von den deutschen Herstellern konnte lediglich Porsche mit einem Absatzplus von 24,7 Prozent glänzen", sagte Analyst Michael Punzet von der Landesbank-Rheinland-Pfalz. Der Nobelkarossen-Hersteller habe vor allem von der guten Nachfrage nach seinen Sportwagen 911 und Boxster profitiert, während der Absatz des Cayenne erneut rückläufig gewesen sei, so Punzet.

Auffällig sei hingegen auch der erneut starke Rückgang bei VW gewesen. "Trotz des Verkaufsstart des neuen Jetta-Modells gingen die Absätze um fast 35 Prozent zurück. Die Absätze der Marke VW sanken gar um fast 42 Prozent, während die Verkäufe der Marke Audi lediglich um sechs Prozent sanken, führte der LRP-Experte aus.

Analyst Rolf Woller von der HVB sah sich vor allem die bereinigten Mai-Absatzzahlen an und legte damit für 2005 die gleiche Anzahl an Verkaufstagen zugrunde wie im Jahr 2004. Dabei stellte er fest, dass hier fast alle deutschen Hersteller dank neuer Modelle im Mai Zuwächse verzeichneten. "Porsche mit plus 34 Prozent, Mercedes mit plus sechs Prozent und BMW mit plus fünf Prozent legten gegen den Markttrend deutlich zu. Volkswagen verzeichnete hingegen erneut einen zweistelligen Absatzeinbruch", sagte Woller. Die HVB senkte daraufhin ihr Anlageurteil für VW von "Buy" auf "Outperform". Seit Mitte April habe die Aktie spürbar zugelegt, nun werde "die Luft dünner", lautete die Begründung.

Die Citigroup Smith Barney hob die BMW-Aktie von "Hold" auf "Buy" und setzte das Kursziel von 36 auf 44 Euro hoch. Der Markt habe sich sehr stark auf die Gewinne des Münchener Autobauers konzentriert. Interessanter aber sei die Margen-Entwicklung, schrieben die Analysten in ihrer Studie. Sie erwarten auf Grund des hohen Free Cashflows bei BMW zudem künftig Aktienrückkäufe und eine höhere Dividende.

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