Aktien
Deutsche Autowerte schwächer als Markt - Ford, CSFB und Euro

Nach ihren deutlichen Gewinnen vom Vortag haben sich die Aktien deutscher Autobauer am Mittwoch schwächer als der Gesamtmarkt entwickelt.

dpa-afx FRANKFURT. Nach ihren deutlichen Gewinnen vom Vortag haben sich die Aktien deutscher Autobauer am Mittwoch schwächer als der Gesamtmarkt entwickelt. Die Papiere von Volkswagen verloren bis 10.10 Uhr 0,21 Prozent auf 37,70 Euro, BMW büßten 0,03 Prozent auf 36,99 Euro ein und Porsche fielen um 0,89 Prozent auf 609,14 Euro. Größter Verlierer war jedoch Daimler-Chrysler mit minus 0,93 Prozent auf 33,95 Euro. Der Dax gewann zugleich 0,06 Prozent auf 4 610,80 Zähler.

Händler führten die Abschläge auf mehrere Faktoren zurück. So belaste die Gewinnwarnung von Ford und der daraufhin von der Schweizer Bank CSFB erteilte Rat, Gewinne bei Daimler-Chrysler mitzunehmen. Zudem gebe es eine leichte Erholung beim Euro , dessen jüngste Schwäche den exportorientierten Autowerten zu Kursgewinnen verholfen habe.

Am Vorabend hatte Ford erneut die eigene Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr auf 1,00 bis 1,25 Dollar je Aktie gesenkt. Bisher war Ford vor Sonderposten von einem Gewinn im fortgeführten Geschäft zwischen 1,25 und 1,50 Dollar ausgegangen. Ford begründete die reduzierte Prognose mit schlechteren Verkaufsaussichten auf dem nordamerikanischen Automarkt und Problemen bei Zulieferern.

Die CSFB riet daraufhin zu Gewinnmitnahmen bei Daimler-Chrysler und betonte, dass die Gewinnwarnung von Ford wieder zunehmende Risiken in den USA signalisiere. Die Aktien seien seit einer "Trading Buy"-Empfehlung der CSFB um zwölf Prozent gestiegen und hätten sich bis auf fünf Prozent dem Kursziel genähert. Fundamental bleibe die Empfehlung der CSFB "Neutral" mit dem Kursziel 36,00 Euro.

Die Hypovereinsbank (HVB) sah in einer Studie dagegen von der Gewinnwarnung von Ford keinen Einfluss auf Daimler-Chrysler. Die Schwierigkeiten bei Ford seien sehr speziell und auf Zuliefererprobleme zurückzuführen. Die HVB sei nicht sehr besorgt über die leichte Prognoseabsenkung von Ford, zumal der Markt sowieso von einem Ergebnis je Aktie von 1,15 Dollar in diesem Jahr ausgegangen sei. Die HVB bestätigte Daimler-Chrysler mit "Buy" und einem Kursziel von 39,00 Euro.

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