Deutsche Bahn setzt auf institionelle Anleger
Eisenbahner ordern Aktien

Der Börsenstart der Deutschen Bahn rückt näher, das Mitarbeiterprogramm findet guten Anklag: Rund 40 000 Eisenbahner haben ihr Interesse bekundet, Aktien zu zeichnen. Zu einer "Volksaktie" will das Management das Papier aber nicht machen.

BERLIN/ FRANKFURT. Bei ihrem für den Herbst geplanten Börsengang rechnet die Deutsche Bahn mit einem hohen Interesse ihrer Belegschaft an Mitarbeiter-Aktien. Rund 40 000 Eisenbahner haben in den letzten Wochen in einer schriftlichen Befragungsaktion ihre Teilnahme am Aktienprogramm bekundet, sagte Finanzvorstand Diethelm Sack. Das sei ein erfreulich hoher Prozentsatz.

Das Bahn-Papier, mit dem 24,9 Prozent der neu geformten DB Mobility Logistics (DB ML) an die Börse gebracht werden sollen, können nur die 190 000 im Inland Beschäftigten des Konzerns erwerben, nicht dagegen die 50 000 Mitarbeiter im Ausland. Das ist auf steuerliche Gründe zurückzuführen, erklärte Sack.

Bei früheren Börsengängen ehemaliger Staatstöchter wie bei den drei Tranchen der Deutschen Telekom, der Post und der Postbank haben dagegen jeweils mindestens die Hälfte der Mitarbeiter Aktien geordert. Allerdings fanden diese in einem besseren Börsenumfeld statt.

Vorgesehen ist die Mitarbeiter-Beteiligung in zwei "Säulen". In der "Säule 1" steuert der Konzern bei einem Aktienerwerb zwischen 100 und 337,50 Euro 40 Prozent des Kaufpreises bei. Darüber hinaus können die Bahner ohne Zuschuss in "Säule 2" weitere Aktien bis zu 2 500 Euro mit Vorrang erwerben. Insgesamt wird im Konzern erwartet, dass die Mitarbeiter etwa ein Prozent der Platzierung erwerben.

Trotz des Interesses sei die Bahnaktie weit weg von einer Volksaktie. Das Thema habe sich nach den Flops bei anderen Börsengängen "weitgehend erledigt", sagte Sack. Privatanleger würden nicht mit Werbeaktionen angesprochen, man verlasse sich auf die Vertriebskanäle der Banken. Privaten Anlegern wird das Papier nur in Deutschland und Japan angeboten. Sack rechnet bei ihnen mit einer Platzierung zwischen zehn und 15 Prozent. Darüber hinaus sei das Interesse institutioneller Anleger, darunter auch Staatsfonds, weltweit groß. Sie würden sicher 80 bis 85 Prozent der Aktien zeichnen.

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