Deutsche Bank Deutsche-Bank-Aktie erneut Dax-Schlusslicht

Bei Deutschlands größtem Geldhaus läuft ein großes Stellenabbauprogramm. Doch zumindest in einer Sparte will die Deutsche Bank hundert neue Jobs geschaffen werden. Doch auch das hilft der Aktie nicht.
Die Aktie ist diese Woche auf Talfahrt. Quelle: Reuters
Lichtkunst an Deutsche-Bank-Gebäude in Frankfurt

Die Aktie ist diese Woche auf Talfahrt.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDie Aktie der Deutschen Bank gehört den dritten Tag in Folge zu den Verliererwerten im Deutschen Aktienindex (Dax). Am Nachmittag notiert das Papier 3,6 Prozent im Minus bei 15,64 Euro und ist damit Schlusslicht im wichtigsten deutschen Index – wie bereits am Dienstag. Seit Wochenbeginn hat die Aktie schon acht Prozent nachgegeben.

Am Donnerstag berichtete die Nachrichtenagentur Reuters zwar mit Berufung auf Finanzkreise, dass die Bank ihren Handel mit Aktien unter anderem durch 100 Neueinstellungen ankurbeln möchte. Doch das schien Anleger nicht davon abzulenken, dass die Bank nach eigenen Angaben vor einem äußerst schwachen ersten Quartal steht. Die Flaute an den Kapitalmärkten vor allem im Januar und Februar haben der Deutschen Bank zu Jahresbeginn massiv zugesetzt. „Dies waren im Bankensektor die beiden schlechtesten Anfangsmonate eines Jahres, die ich persönlich erlebt habe“, hatte Finanzvorstand Marcus Schenck der „Börsen-Zeitung“ gesagt. „Das hat natürlich auch bei uns seine Spuren hinterlassen.“ Alle eng am Kapitalmarkt hängenden Geschäfte seien betroffen, wie das Handelsgeschäft und die Vermögensverwaltung.

Diese Ausschüttungen dürfen Dax-Aktionäre erwarten

ADIDAS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1EWWW0
Börse
FSE

+1,60 +0,89%
+181,35€
Chart von ADIDAS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Adidas
1 von 30

Adidas

Dividende
2014: 1,50 Euro

2015*: 1,50 Euro

Dividendenrendite: 1,52 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 12.5.2016


*Schätzung der Commerzbank und vorbehaltlich der Zustimmung der kommenden Hauptversammlungen.
Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008404005
Börse
FSE

0,00 0,00%
+191,64€
Chart von ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Allianz
2 von 30

Allianz

Dividende
2014: 6,85 Euro

2015: 7,30 Euro

Dividendenrendite: 5,38 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 4.5.2016


Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BASF111
Börse
L&S

+0,43 +0,49%
+88,18€
Chart von BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.
BASF
3 von 30

BASF

Dividende
2014: 2,80 Euro

2015*: 2,90 Euro

Dividendenrendite: 4,80 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 29.4.2016


*Schätzung der Commerzbank und vorbehaltlich der Zustimmung der kommenden Hauptversammlungen.
Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
FSE

-0,14 -0,16%
+86,80€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1
Bayer
4 von 30

Bayer

Dividende
2014: 2,25 Euro

2015*: 2,55 Euro

Dividendenrendite: 2,58 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 29.4.2016


*Schätzung der Commerzbank und vorbehaltlich der Zustimmung der kommenden Hauptversammlungen.
Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

BEIERSDORF AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005200000
Börse
FSE

+2,20 +2,46%
+91,66€
Chart von BEIERSDORF AG INHABER-AKTIEN O.N.
Beiersdorf
5 von 30

Beiersdorf

Dividende
2014: 0,70 Euro

2015: 0,70 Euro

Dividendenrendite: 0,9 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 30.3.2016


Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
FSE

-0,14 -0,16%
+86,80€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1
BMW
6 von 30

BMW

Dividende
2014: 2,90 Euro

2015*: 3,50 Euro

Dividendenrendite: 4,64 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 12.5.2016


*Schätzung der Commerzbank und vorbehaltlich der Zustimmung der kommenden Hauptversammlungen.
Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000CBK1001
Börse
FSE

-0,16 -1,21%
+12,86€
Chart von COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Commerzbank
7 von 30

Commerzbank

Dividende
2014: 0 Euro

2015*: 0,20 Euro

Dividendenrendite: 2,7 %

Nächste Dividendenzahlung voraussichtlich: 28.4.2016


*Schätzung der Commerzbank und vorbehaltlich der Zustimmung der kommenden Hauptversammlungen.
Quelle: Commerzbank, Stand: 18. Februar 2016

Die neuen Leute im Aktienhandel sollen möglichst schon im zweiten Quartal angeheuert werden und in den USA, in Asien und Europa eingesetzt werden, sagte ein Insider. Nachholbedarf sehe die Deutsche Bank in der Technologie und im elektronischen Handel. Der Schritt ist Teil der neuen Strategie, mit der die Bank sich im Investmentbanking auf Bereiche verlegen will, die mit weniger Kapital unterlegt werden müssen. Deshalb solle auch das Geschäft gestärkt werden, in dem die Bank die Aktiengeschäfte von Hedgefonds finanziert (Prime Brokerage).

Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte sich zu den Plänen am Donnerstag nicht äußern. Vorstandschef John Cryan hatte bereits im Januar angekündigt, in den Aktienhandel und -vertrieb zu investieren. Die Bank hatte sich in den vergangenen Jahren stark auf den Anleihehandel konzentriert, wo sie zuletzt weltweit die Nummer drei war. Das Geschäft bringt, gemessen am Kapitaleinsatz, zu wenig Rendite.

Diese Banken sind groß – und daher gefährlich
Klasse 1
1 von 12

Der Finanzstabilitätsrat teilt die Banken in fünf Klassen ein. In der ersten Klasse befinden sich laut der vorgesellten Liste 18 Banken, die nicht als besonders systemrelevant gelten – eine mehr als im Vorjahr. Sie müssen nur ein Prozent Kapitalzuschlag vorhalten. Unter diesen nicht besonders gefährlichen Banken befinden sich Geldhäuser wie die Schweizer Großbank UBS, die Société Générale, die Santander, Credit Agricole, die Royal Bank of Scotland und die Bank of China. Neu hinzugekommen in diese Gruppe ist die US-Bank Morgan Stanley, die im Vorjahr noch einen höheren Kapitalpuffer vorhalten musste.

Klasse 2 – Morgan Stanley
2 von 12

Die amerikanische Großbank Morgan Stanley landet auf Platz 11. Sie muss 1,5 Prozent Kapitalzuschlag vorhalten. Seit der weltweiten Finanzkrise konzentriert sich Morgan Stanley stärker auf die Vermögensverwaltung. Damit soll das Geschäft weniger schwankungsanfällig werden.

Klasse 2 – Mitsubishi UFJ FG (MUFG)
3 von 12

Die Mitsubishi UFJ FG (MUFG) muss ebenfalls 1,5 Prozent Kapital als Zuschlag vorhalten. Zu der japanischen Holdinggesellschaft gehört die Bank of Tokyo-Mitsubshi UFJ. Die Bankengruppe gehört im japanischen Leitindex Nikkei neben Toyota, Toshiba und Sony zu den Schwergewichten. Japanische Banken wie die MUFG profitieren derzeit von der extrem expansiven Geldpolitik der japanischen Notenbank. Sie erzielen bessere Ergebnisse als ihre schwächelnden Konkurrenten in Europa.

Klasse 2 – Goldman Sachs
4 von 12

Auch die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs wird als „systemisch“ eingestuft, sie muss 1,5 Prozent Kapitalzuschlag vorhalten. Im Sommer litt die Bank unter der Flaute an den Märkten. Ein florierendes Beratungsgeschäft bei Fusionen und Übernahmen (M&A) konnte das dritte Quartal nicht retten: Der Nettogewinn brach um mehr als ein Drittel ein.

Klasse 2 – Credit Suisse
5 von 12

Die zweitgrößte Schweizer Großbank Credit Suisse gilt als gefährlicher als ihr Konkurrent UBS. Der neue Chef der Bank, Tidjane Thiam, baut das angeschlagene Institut derzeit kräftig um. Er kündigte eine Kapitalerhöhung, einen Sparplan und einen Vorstandsumbau an. Aufschlag: 1,5 Prozent.

Klasse 2 – Bank of America
6 von 12

Das größte Kreditinstitut der USA, die Bank of America, landet auf Platz 7 (Aufschlag: 1,5 Prozent). Die Bank hat die Finanzkrise überstanden und schreibt inzwischen wieder schwarze Zahlen.

Klasse 3 – Deutsche Bank
7 von 12

Die Deutsche Bank ist das einzige deutsche Geldhaus, das vom Finanzstabilitätsrat als systemrelevant eingestuft wird. Sie muss zwei Prozent Kapital vorhalten. Der britische Neu-Chef John Cryan greift momentan durch und zeigt mit einem umfangreichen Stellenabbau und dem Streichen der Dividende Härte.

„Wir sehen weiterhin Kapital aus dem Handel abfließen. Aber das ist im Einklang mit unserer Strategie“, hatte Cryan in der vergangenen Woche gesagt. Im Aktienhandel waren die Erträge der Deutschen Bank im vierten Quartal um 28 Prozent eingebrochen. Vor allem bei Aktienderivaten verlor sie stark an Boden.

Anderswo baut die Deutsche Bank derweil massiv Stellen ab. Im Deutschland-Geschäft verhandelt der Vorstand derzeit mit den Arbeitnehmervertretern über die Streichung von einigen tausend Arbeitsplätzen. Andere Großbanken streichen angesichts der Flaute an den Märkten auch das Investmentbanking zusammen. Credit Suisse hatte am Mittwoch Einsparungen von 800 Millionen Euro beschlossen, denen 2000 Arbeitsplätze vor allem in London und New York zum Opfer fallen sollen.

Die Aktie der Deutschen Bank war im Februar dramatisch auf etwa 13 Euro eingebrochen und damit unter den tiefsten, während der Finanzkrise 2009 erreichten Wert. In den vergangenen Wochen hatte sich die Aktie zwischenzeitlich bis auf 18,83 Euro berappelt, doch seit Mitte März ging es wieder deutlich abwärts.

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