Deutsche Bank
„Einfluss auf die Märkte sollte begrenzt sein“

Die angekündigte Kapitalerhöhung belastet die Aktie. Doch der Kurs notiert noch über dem Preis, den die Herrscherfamilie aus Katar für ihre Beteiligung zahlen muss. Analysten begrüßen den Schritt der Deutschen Bank.
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DüsseldorfDie geplante acht Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung drückte die Papiere der Deutschen Bank an der Börse rund ein Prozent ins Minus. Mit dem Kurs von 30,40 Euro liegt sie knapp über dem Preis, den die Herrscherfamilie des Golfstaats Katar für ihre 1,75 Milliarden Euro schwere Beteiligung von rund 5,6 Prozent an der Deutschen Bank zahlt. Dieser liegt bei 29,20 Euro je Aktie ein  Das ist ein Abschlag von fünf Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag.

Die übrigen Aktionäre der Deutschen Bank sind vom 6. bis 24. Juni am Zug. Die neuen Papiere aus der Kapitalerhöhung, an der der Investor aus Katar auch teilnehmen will, werden mit einem deutlichen Abschlag angeboten, der bei Transaktionen in dieser Größenordnung gewöhnlich bei rund 30 Prozent liegt. Das angepeilte Volumen von 6,3 Milliarden Euro und die angekündigte Zahl neuer Aktien deuten nach Berechnungen der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX auf einen Preis von rund 21 Euro hin - das wäre ein Abschlag von knapp 32 Prozent zum Kurs vom Freitagabend.
Die genauen Konditionen und auch das Bezugsverhältnis dafür stehen noch nicht fest. Die Bank will am 5. Juni einen Wertpapierprospekt mit den Details veröffentlichen. Bis Ende Juni soll dann die Kapitalerhöhung abgeschlossen sein. Dann soll die Kapitalquote auf 11,8 Prozent nach zuletzt 9,5 Prozent steigen.

Analysten bewerten die Kapitalerhöhung positiv: Nach dieser Transaktion könnten sich die Anleger allerdings auf die wachsende Ertragskraft konzentrieren, betonte Citigroup-Analyst Kinner Lakhani. „Darüber hinaus sollte dies der Deutschen Bank erlauben, Nutzen aus der Konsolidierung des weltweiten Investmentbankings zu ziehen.“ Die Citi senkte aber das Kursziel für die Deutsche Bank auf 43 von 45 Euro.

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