Deutsche Bank nach guten Zahlen fest - Bester Dax-Wert

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Deutsche Bank nach guten Zahlen fest - Bester Dax-Wert

Die Aktie der Deutsche Bank hat am Donnerstag positiv auf die Bilanzvorlage reagiert und kurz nach Börsenstart zugelegt. Die Daten zum vierten Quartal fielen nach Einschätzung von Marktteilnehmern besser als erwartet aus.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie der Deutsche Bank hat am Donnerstag positiv auf die Bilanzvorlage reagiert und kurz nach Börsenstart zugelegt. Die Daten zum vierten Quartal fielen nach Einschätzung von Marktteilnehmern besser als erwartet aus.

Das Papier rückte bis 9.30 Uhr um 1,33 Prozent auf 66,90 Euro vor und setzte sich damit an die Spitze im Leitindex Dax . Dieser gab um 0,22 Prozent auf 4 287,04 Punkte nach.

"Auf Grund von Restrukturierungsaufwendungen hatte die Deutsche Bank im vierten Quartal einen Ergebnisrückgang zu verzeichnen. Sie übertraf jedoch trotzdem unsere Erwartungen und auch den Konsens", urteilte Analyst Olaf Kayser von der Landesbank Rheinland-Pfalz.

Zur Umsetzung des Effizienzsteigerungsprogramms und Senkung der operativen Kostenbasis würden bei der Deutschen Bank auch in diesem Jahr Restrukturierungsaufwendungen anfallen und zahlreiche Stellen abgebaut werden. "Damit sollte es der Deutschen Bank auch im laufenden Jahr gelingen, ihren Konzerngewinn, der 2004 bei 2,5 Mrd. Euro lag, weiter zu steigen", so Kayser, der die Aktie mit "Outperformer" gestätigte.

Marktstratege Heino Ruland vom Brokerhaus Steubing sagte: "Die Zahlen waren sehr gut, vor allem das Handelsergebnis und die Risikovorsorge konnten überzeugen." Die Kostenersparnis von 1,1 Mrd. Euro dürfte der Bank dabei helfen, das Ziel einer Eigenkapitalrendite vor Steuern von 25 Prozent im laufenden Jahr zu erreichen. Auch die WestLB bewertete die Daten positiv. Nach Ansicht eines Frankfurter Aktienhändlers fielen die Zahlen auf fast allen Ebenen besser aus als erwartet.

Die Deutsche Bank steigerte im vergangenen Jahr den Gewinn stärker als Experten erwartet hatten und verdiente so viel wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Da die Bank jedoch vom Ziel einer Eigenkapitalrendite vor Steuern von 25 Prozent im laufenden Jahr noch weit entfernt ist, kündigte sie den Abbau von weiteren 3 280 Stellen im Ausland an. Inklusive der bereits angekündigten Streichung von 1920 Arbeitsplätzen in Deutschland ergebe sich weltweit ein Nettoabbau von 5 200 oder knapp acht Prozent der Stellen. Der Überschuss kletterte im vergangenen Jahr trotz der Sonderbelastung im vierten Quartal um 87 Prozent auf 2,546 Mrd. Euro und damit etwas mehr als von Analysten prognostiziert. Zudem profitierte das Institut von der geringen Risikovorsorge.

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