Deutsche Börse auf Rekordhoch - Mehr Fonds gegen LSE-Übernahme

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Deutsche Börse auf Rekordhoch - Mehr Fonds gegen LSE-Übernahme

Die Aktie der Deutschen Börse hat wegen anhaltendem Kaufinteresse kurzfristig orientierter Anleger am Freitag kräftig zugelegt und ein Rekordhoch erreicht.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie der Deutschen Börse hat wegen anhaltendem Kaufinteresse kurzfristig orientierter Anleger am Freitag kräftig zugelegt und ein Rekordhoch erreicht. Diese Investoren würden die Aktie zunehmend kaufen, weil sie darauf spekulierten, dass die Übernahme der London Stock Exchange (LSE) nicht zustande komme, sagten Händler und Analysten.

Bis 11.00 Uhr gewann die Aktie des Frankfurter Börsenbetreibers an der Dax-Spitze um 5,45 Prozent auf 56,74 Euro und erreichte damit ein Rekordhoch. Der Dax stieg zugleich um 0,91 Prozent auf 4 343,38 Punkte. In London fiel die LSE-Aktie um 1,44 Prozent auf 547,00 Pence.

Die Opposition gegen eine Übernahme der LSE wachse weiter, sagte ein Händler. Dabei verwies er darauf, dass sich nun nach den Fonds TCI und Atticus Capital auch Fidelity gegen die Übernahme gestellt habe. Inzwischen würden zunehmend auf kurzfristige Kursgewinne spekulierende Investoren in den Wert einsteigen. "Das wird eine harte Hauptversammlung für Börsenchef Werner Seifert im Mai", sagte der Händler. Allerdings geht er nicht davon aus, dass die Hauptversammlung das Vorhaben kippen könnte, da mehr als 50 Prozent des anwesenden Kapitals gegen die Übernahme stimmen müsste.

Am Vortag hatte sich Fidelity Investment geäußert und gesagt, der Fonds unterstütze die Übernahme-Pläne er Deutschen Börse nicht. Fidelty hält inzwischen rund sechs Prozent am Frankfurter Börsenbetreiber. TCI hält 5,01 Prozent und Atticus 5,5 Prozent.

"Man glaubt immer mehr, die Deutsche Börse dazu bringen zu können, von einem offiziellen Gebot für die LSE abzusehen, sagte ein Analyst. Dann würde der Aktienkurs nochmals kräftig Auftrieb bekommen. "Aber es ist die Frage, ob das tatsächlich möglich ist", sagte er. Sollte ein Angebot zustande kommen, sieht der Experte den Kurs des Frankfurter Börsenbetreibers zunächst deutlich unter Druck kommen. "Zwar spielt der Übernahmepreis dann eine wichtige Rolle, doch ich gehe davon aus, dass die Aktie schnell in Richtung 50 Euro fallen dürfte", sagte er.

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