Aktien
Deutsche Börse fest nach hohen Vortagesverlusten

Die Aktie der Deutschen Börse hat am Dienstag einen Teil ihrer hohen Vortagsverluste von vier Prozent wettmachen können.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie der Deutschen Börse hat am Dienstag einen Teil ihrer hohen Vortagsverluste von vier Prozent wettmachen können. Die teuren Übernahmeabsichten für die London Stock Exchange (LSE) , Europas größten Kassamarkt, und darauf folgende Abstufungen durch verschiedene Investmentbanken würden den Titel aber auch weiterhin belasten, sagten Händler. Das Papier erholte sich leicht von den kräftigen Einbußen und stieg bis 11.00 Uhr um 1,17 Prozent auf 43,25 Euro, während der Dax um 0,23 Prozent auf 4 229,06 Zähler zulegte.

"Die Übernahmepläne der Deutschen Börse haben die Aktie am Vortag bereits stark belastet und das wird auch in nächster Zeit noch etwas auf den Titel drücken", sagte Händler Raed Mustafa von der BW Bank. Zugleich verwies er auf eine weitere Abstufung der Aktie durch die Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) und den Beschluss der Investmentbank Lehman Brothers, die Aktie aus ihrem Portefolio für 2005 herauszunehmen.

Die Kaufabsicht für die LSE habe zudem Unsicherheit in den Deutsche-Börse-Titel gebracht. "Ob die Übernahme klappt ist ungewiss, und auch zu welchem Preis", sagte Mustafa. Einen Bieterstreit mit der Konkurrenzbörse Euronext NV hält er durchaus für möglich. Das könnte den bereits hohen Preis von 530 Pence je LSE-Aktie noch höher schrauben, sagte er.

Die DrKW befürchtet, dass sich die lang erwartete Übernahme nun in die Länge ziehen könnte und sowohl die Deutsche-Börse-Aktie als auch die der Euronext unattraktiv bleiben könnten, bis das Geschäft abgeschlossen sei. Daher stufte die Bank beide Aktie auf "Hold" ab und vermutet, dass der bislang angebotene und bereits hohe Preis von 530 Pence je LSE-Aktie noch weiter nach oben getrieben werden könnte. "Wir sind der Ansicht, dass das derzeitige Angebot der Deutschen Börse um 360 bis 370 Mill. Euro zu hoch ist. Das ist unserer Ansicht nach eine Wertzerstörung von rund acht Prozent der Marktkapitalisierung des Frankfurter Börsenbetreibers", hieß es in der DrKW-Studie.

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