Deutsche Börse rutschen ins Minus - Gewinnmitnahmen - LSE

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Deutsche Börse rutschen ins Minus - Gewinnmitnahmen - LSE

Nach dem überraschenden Rückzug der Deutschen Börse im Kampf um die London Stock Exchange (LSE) haben die Aktien des Frankfurter Börsenbetreibers am Montag eine Berg- und Talfahrt hingelegt.

dpa-afx FRANKFURT. Nach dem überraschenden Rückzug der Deutschen Börse im Kampf um die London Stock Exchange (LSE) haben die Aktien des Frankfurter Börsenbetreibers am Montag eine Berg- und Talfahrt hingelegt. Nach anfangs deutlichen Kurszuwächsen gab das Papier bis 11.20 Uhr um 0,57 Prozent auf 58,07 Euro nach. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen. Allein seit Jahresbeginn habe der Kurs um rund ein Drittel zugelegt. Zudem hatten sich einige Analysten zu der gescheiterten LSE-Übernahme negativ geäußert. Der deutsche Leitindex Dax gewann 0,11 Prozent auf 4 428,54 Punkte.

Die gescheiterte Übernahme der London Stock Exchange wurde von Analysten weitgehend negativ beurteilt. "Die weiteren Wachstumsperspektiven haben sich nun eingetrübt, was aus unserer Sicht negativer zu bewerten ist als der positive Effekt eines zu erwartenden Aktienrückkaufprogramms oder einer möglichen Sonderdividende", schreiben die Analysten der Landesbank Rheinland-Pfalz. Daher senkten sie ihre Einstufung von "Marketperformer" auf "Underperformer". Die Übernahme hätte die Gewinnentwicklung der Deutschen Börse trotz des hohen Kaufpreises um mehr als zwanzig Prozent gesteigert, heißt es in der Studie.

Zurückhaltend zeigen sich auch die Analysten von Hsbc Trinkaus & Burkhardt. Ein Aktienrückkauf würde zwar die Aktie unterstützen, aber das Gesamtvolumen des Programms könnte niedriger als vom Markt erwartet ausfallen.

Dass die Deutsche Börse ihr bedingt abgegebenes Übernahmeangebot für die Londoner Börse zurückgezogen hatte, mache ein Aktienrückkauf realistisch, schreiben die Analysten der WestLB. "Bei einem unveränderten Kursziel von 58 Euro sehen wir jedoch nur begrenztes Aufwärtspotenzial für die Aktie." Auch sie stuften das Papier von "Outperform" auf "Neutral" gesenkt.

Wie der Frankfurter Börsenbetreiber mitteilte, ist die Entscheidung getroffen worden, nachdem das LSE-Management keine Empfehlung für den deutschen Vorschlag ausgesprochen und man die geplante Übernahme mit den eigenen Aktionären besprochen habe. Die Börse in Frankfurt hatte Ende Januar 5,30 Pfund je Aktie oder umgerechnet 1,94 Mrd. Euro für die LSE geboten.

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