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Deutsche Börse schwach am Dax-Ende - Übernahmekampf um LSE

Aktien der Deutschen Börse sind am Montag wegen eines Gegenangebots für die britische Börse London Stock Exchange (LSE) unter Druck geraten.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien der Deutschen Börse sind am Montag wegen eines Gegenangebots für die britische Börse London Stock Exchange (LSE) unter Druck geraten.

Der Frankfurter Börsenbetreiber stand gegen 11.05 Uhr mit minus 1,38 Prozent bei 43,62 Euro am Dax-Ende, während der Leitindex 0,64 Prozent auf 4 208,85 Punkte zulegte. Am Morgen hatte der paneuropäische Börsenbetreiber Euronext britische Presseberichte über Kontakte mit der Londoner Börse "mit Blick auf die Aufnahme vorläufiger Gespräche" über ein Kaufangebot bestätigt.

"Wie erwartet schaltet sich Euronext im Rennen um die britische LSE ein", sagte ein Händler. Offenbar kündige sich ein längerer Kampf um den britischen Börsenbetreiber an und die Deutsche Börse dürfte nicht so leicht aufgeben. Ein anderer Händler betonte, wenn die Frankfurter den Übernahmekampf um die Londoner Börse für sich entschieden, dürfte dies möglicherweise sehr teuer werden. Im Falle der Übernahme durch Euronext entstünde ein sehr großer Wettbewerber.

Die möglichen Synergien zwischen der Deutschen Börse und der LSE seien geringer einzuschätzen als die zwischen Euronext und LSE, sagte Aktienanalyst Jörn Kissenkötter von MM Warburg. "Die Deutsche Börse will die Marktstrukturen der beiden Börsen erhalten. Entsprechend bleiben zwei verschiedene elektronische Handelssysteme und zwei verschiedene Plattformen - es würden keine Synergien im Clearing und beim Settlement entstehen."

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