Deutsche Post bekräftigt Börsenpläne erneut
Postbank-IPO geht in entscheidende Runde

Der Börsengang der Postbank wird von einer heftigen Debatte über den angemessenen Ausgabepreis geprägt. Eine Umfrage des Handelsblatts unter 15 Investmentgesellschaften ergab, dass viele Großanleger die Preisspanne von 31,50 bis 36,50 Euro je Aktie für sehr ambitioniert bis überzogen halten. Gleichzeitig warnten Experten aber davor, das für den 21. Juni geplante Börsendebüt der Postbank zu zerreden. Es wäre das größte Going-Public seit Jahren.

ina/po/rob FRANKFURT/M. Einige Großinvestoren haben sich der Handelsblatt-Umfrage zufolge noch nicht entschieden, ob sie Postbank-Aktien zeichnen sollen oder nicht. Die Zeichnung ist noch bis zum nächsten Freitag möglich. Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann versucht seit Tagen, die Aktie auch ausländischen Großinvestoren schmackhaft zu machen.

Die Deutsche Post trat am Wochenende Spekulationen über eine mögliche Änderung der Börsenpläne ihrer Tochter beziehungsweise sogar eine Absage des Börsendebüts der Postbank entgegen. Die Gespräche mit Investoren liefen gut und würden fortgesetzt, hieß es. Das Bundesfinanzministerium – die Deutsche Post befindet sich mehrheitlich in Staatsbesitz – wollte sich zu den Spekulationen nicht äußern.

Allerdings rechnet der Chef des Deutschen Aktieninstituts DAI, Rüdiger von Rosen, nicht mit einem Scheitern des Börsengangs. Er sprach sich in der „Börsen-Zeitung“ gegen eine breit angelegte öffentliche Preisdiskussion aus. Der Hauptgeschäftsführer der Anlegerschutzgemeinschaft DWS, Ulrich Hocker, warnte ebenfalls, mit der fortlaufenden Debatte um die Emission erweise man dem Finanzstandort Deutschland „einen echten Bärendienst“.

Die Deutsche Post will beim Börsengang ihrer Finanzdienstleistungstochter 82 Mill. Aktien verkaufen. Für die knapp 50 Prozent der Anteilsscheine an der Postbank erhofft sie sich Einnahmen von etwa 2,6 bis drei Mrd. Euro. Im vorbörslichen Handel, der als Stimmungsbarometer für die Akzeptanz der Emission unter institutionellen Anlegern gilt, wurden Preise von 31,95 bis 32,35 Euro genannt.

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