Deutsche Post
Die Dividende steuerfrei vereinnahmen

In den Zeiten der Niedrigzinsen sind Aktien mit hoher Dividendenrendite gefragt. Aktionäre der Deutschen Post können bei ihrer Dividendenzahlung sogar den Fiskus außen vor lassen. Entscheidend war der Kaufzeitpunkt.
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DüsseldorfDie Aktie der Deutschen Post zählt seit Jahren zu den Top-Performern an der Börse. Der Kurs des Wertpapiers hat sich seit Mitte 2011 verdreifacht. Und die Paketflut zu Weihnachten und das sprudelnde Expressgeschäft halten die Deutsche Post aktuell auf Kurs, wie aus den heute veröffentlichten Geschäftszahlen hervorgeht.

Bei einem Umsatzplus von gut drei Prozent auf 56,6 Milliarden Euro erwirtschaftete der Konzern unter dem Strich einen Nettogewinn von nahezu unverändert 2,1 Milliarden Euro. Zugleich dürfen sich die Aktionäre über eine höhere Dividende freuen. Die Ausschüttung soll um fünf Cent auf 85 Cent je Aktie erhöht werden. Für das Jahr 2016 schätzen Analysten für den ehemaligen Staatskonzern eine Dividendenrendite in Höhe von 3,45 Prozent.

Damit liegt die Deutsche Post über dem Durchschnitt der 30 Dax-Konzerne. Die bieten im Schnitt 2,4 Prozent Dividendenrendite auf das eingesetzte Kapital. In diesem Jahr schütten sie voraussichtlich über 30 Milliarden Euro aus, inklusive der Stammaktien von etwa BMW und Volkswagen. Ein neuer Rekord nach dem Jahr 2008 – damals erhielten die Aktionäre 28,1 Milliarden Euro. Weltweit steigen die Dividenden für 2014 erstmals auf über eine Billion Dollar.

Und die Aktie der Deutschen Post bietet – genau wie das Papier der Deutschen Telekom – einen weiteren Vorteil gegenüber den anderen Konzernen: Die Dividenden sind unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei, Anleger lassen den Staat außen vor.

Steuerfreie Ausschüttungen dieser Art sind möglich, weil die Dividenden aus dem sogenannten steuerlichen Einlagenkonto des Konzerns fließt. Das heißt, das Unternehmen zahlt die Dividende nicht aus dem laufenden Gewinn, sondern aus bestimmten Kapitalrücklagen.

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