Aktien
Deutsche Post schwach - Abstufung, mögliche Portoerhöung, DHL

Die Aktien der Deutschen Post haben am Mittwoch im frühen Handel die größten Kursverluste unter den Standardwerten verzeichnet.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der Deutschen Post haben am Mittwoch im frühen Handel die größten Kursverluste unter den Standardwerten verzeichnet. Händler verwiesen auf Spekulationen über eine bevorstehende Portosenkung, die Herunterstufung der Aktie durch die Schweizer Großbank UBS und die Anlegerkonferenz zum US-Geschäft von DHL vom Vortag. Die Aktie verlor bis gegen 10.12 Uhr 2,04 Prozent auf 20,69 Euro. Der Dax gab unterdessen 0,77 Prozent auf 4 879,88 Euro nach.

Die UBS hatte die Aktie auf Grund verschiedener Risiken von "Neutral 1" auf "Reduce 2" abgestuft. Für das laufende Jahr senkte Analyst Raymond Maguire seine Gewinnerwartung von 1,80 auf 1,75 Euro je Aktie, für 2006 von 2,09 auf 2,07 Euro. Mit Blick auf die Gewinne im europäischen Express-Geschäft, bei DHL Americas und im Briefgeschäft gebe es viele Unwägbarkeiten. Daher sei die Aktie zu hoch bewertet. Sein Kursziel bestätigte der Experte unverändert mit 18,00 Euro.

Einem Pressebericht zufolge könnte zudem eine Portosenkung ins Haus stehen. "Das Berechnungsverfahren der Bundesnetzagentur lässt eine Preisanpassung nach unten erwarten", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Postdienstleister (Bvdp), Eugen Pink nach Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in Bonn. Welche Tarife dann im Einzelnen fielen, sei noch offen.

Die Aussagen zum US-Geschäft von DHL waren "vom Operativen her ganz gut, aber im Endeffekt nur eine Bestätigung der vorherigen Ziele", sagte HVB-Analyst Christian Obst. "Da hat sich vielleicht der eine oder andere mehr erwartet." Die Schweizer Bank CSFB hingegen bestätigte die Aktie mit "Outperform" und einem Kursziel von 25 Euro. Dabei riet sie den Anlegern, die Bewertung der Aktie zu überdenken, da DHL Americas auf gutem Weg sei, die Erwartungen zu erfüllen./

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