Aktien
Deutsche Post schwächer - Mehrwertsteuerprivileg in Diskussion

Aktien der Deutschen Post haben am Freitag gegen den Trend an Wert verloren. Händler verwiesen auf das in der Diskussion stehende Mehrwertsteuerprivileg. Für die Aktie des Logistikunternehmens ging es bis 10.20 Uhr um 0,61 Prozent auf 19,48 Euro nach unten.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien der Deutschen Post haben am Freitag gegen den Trend an Wert verloren. Händler verwiesen auf das in der Diskussion stehende Mehrwertsteuerprivileg. Für die Aktie des Logistikunternehmens ging es bis 10.20 Uhr um 0,61 Prozent auf 19,48 Euro nach unten. Der deutsche Leitindex Dax gewann dagegen 0,76 Prozent auf 4 597,04 Punkte.

Ein Börsianer begründete die Verluste zwar damit, dass die Wirtschaftsminister der Länder das Mehrwertsteuerprivileg des Bonner Konzerns abschaffen wollen. Gleichzeitig betonte er aber, dass die Diskussion nicht neu sei. Wie Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) und sein niedersächsischer Amtskollege Walter Hirche (FDP) sagten, gibt es keine Rechtfertigung dafür, dass die Deutsche Post AG im Briefmarkt im Unterschied zu ihren Konkurrenten steuerlich privilegiert wird. Der Vorteil des Unternehmens durch nicht zu zahlende Mehrwertsteuer beläuft sich nach Angaben der beiden Minister auf einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag pro Jahr.

equinet-Analyst Jochen Rothenbacher sagte mit Blick auf das Kursminus bei der Post-Aktie: "Neben dieser neu aufgekeimten Diskussion wirken sich auch Abstufungen anderer Logistikunternehmen auf die Post negativ aus." So hätten in den USA renommierte Investmenthäuser sowohl UPS als auch Fedex Corp. kritisch bewertet. "Das könnte mit ein Grund sein, dass die Post-Aktie leicht fällt", sagte er. Zudem habe sich die Aktie in den vergangenen Monaten gut entwickelt, so dass einige Anleger ihre Gewinne mitnehmen. Rothenbacher bestätigte den Titel auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 21 Euro.

Morgan Stanley hatte die Aktie von UPS am Vortag von "Overweight" auf "Equal-Weight" herabgestuft und den Schritt mit mangelndem Kurssteigerungspotenzial begründet. So werde sich im kommenden Jahr der Wettbewerb verschärfen und es sei mit Preissenkungen zu rechnen.

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