Aktien
Deutsche Post sehr schwach - mögliche Exel-Übernahme belastet

Die Aktien der Deutschen Post haben am Donnerstag nach Bekanntwerden erster Gespräche mit der britischen Exel über eine mögliche Übernahme deutlich an Wert verloren.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der Deutschen Post haben am Donnerstag nach Bekanntwerden erster Gespräche mit der britischen Exel über eine mögliche Übernahme deutlich an Wert verloren. Bis gegen 10.55 Uhr verbilligte sich die Post-Aktie um 2,89 Prozent auf 19,85 Euro und sackte damit an das Dax-Ende. Der Leitindex kletterte dagegen um 0,81 Prozent auf 4 868,92 Punkte.

"Ich kann nicht verstehen, dass da noch jemand überrascht war", sagte ein Händler. "Dass die Post interessiert ist, war ja schon lange gerüchteweise bekannt." Die mögliche Übernahme höre sich teuer an. "Unklar ist, ob eine Kapitalerhöhung nötig sein wird, da steigen manche eben lieber aus." Aus seiner Sicht wäre eine Übernahme grundsätzlich positiv.

Auch Analyst Per-Ola Hellgren von der Landesbank Rheinland-Pfalz zeigte sich nicht überrascht. "Ich bin längst von solchen Gesprächen ausgegangen", sagte er. "An sich ist es ein vernünftiger Ansatz mit Exel zu sprechen." Nun müsse man ein konkretes Angebot abwarten.

"Wenn man von einer Übernahme ausgehen würde, müsste man mit einer Prämie von 20 bis 30 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienkurs des vergangenen Monats ausgehen", sagte Hellgren. "Das kann die Deutsche Post nicht aus der Kaffeekasse bezahlen. Unter Umständen könnte dafür eine Kapitalerhöhung nötig sein." Dass eine Übernahme ausschließlich durch Eigenkapital finanziert werden könnte, hielt der Analyst auf Grund der hohen Verwässerung für unwahrscheinlich.

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