Deutsche Telekom
Die wechselhafte Geschichte der T-Aktie

Die T-Aktie hat die Anleger nicht nur Nerven gekostet, sondern viel Geld. Die „Volksaktie“, einst beworben von Manfred Krug, erwies sich als ein Flop. Doch mittlerweile wandert das Telekom-Papier wieder in die Depots.
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„Erleben, was verbindet“ – der Firmenslogan der Deutschen Telekom ruft große Gefühle wach. Ein Versprechen soll er sein, das die Kunden an „persönliche Erlebnissen, die Menschen miteinander teilen möchten und die das Leben so spannend machen“ erinnert.

Auch die T-Aktionäre dürften den Spruch ganz passend für sich finden. Schließlich sind die Eigner der Telekom-Anteilsscheine seit nun beinahe zwei Jahrzehnten zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammengewachsen. Auch sie verbinden Gefühle: die Wut über die nicht eingelösten Versprechen der einstigen „Volksaktie“, der Ärger über das verlorene Geld, die Enttäuschung über den vergleichsweise schwachen Kurs.

Doch in letzter Zeit können sich die Telekom-Anleger auch immer häufiger gemeinsam freuen. Zuletzt über die Quartalszahlen, die der Bonner Konzern am Mittwoch dieser Woche veröffentlichte. Das Betriebsergebnis kletterte von Januar bis Ende März um elf Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Der Umsatz im gesamten Konzern zog um 13 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro an.

Dass es gut läuft, ist zum Teil auch dem schwachen Euro zu verdanken – seit Januar dieses Jahres hat die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar mehr als sieben Prozent verloren – aber nicht nur. Rechnet man die Währungseffekte heraus, steht beim größten deutschen Telekommunikationskonzern noch immer ein Gewinnplus von knapp sechs Prozent zu Buche.

„Das ist eine Botschaft, die jeder CEO gerne verkündet“, kommentierte Telekom-Chef Tim Höttges in seiner Rede bei der Bilanz-Telefonkonferenz am Mittwoch. „Positive Vorzeichen bei Umsatz und Ergebnis haben wir in unserer Branche lange nicht gesehen.“ Höttges spricht gerne von „organischem Wachstum“, von den massiven Investitionen in den Netzausbau, die sein Unternehmen im vergangenen Quartal gestemmt hat. LTE, Glasfaser und Vectoring lauten die Stichworte.

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