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Devisen: Eurokurs gerät nach Diskussion um Währungsunion unter Druck

Der Euro ist am Mittwoch infolge der Diskussion um die Zukunft der Währungsunion weiter unter Druck geraten. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung sank bis 13.25 Uhr bis auf 1,2 231 Dollar. Ein Dollar war damit 0,8 168 Euro wert.

dpa-afx FRANKFURT. Der Euro ist am Mittwoch infolge der Diskussion um die Zukunft der Währungsunion weiter unter Druck geraten. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung sank bis 13.25 Uhr bis auf 1,2 231 Dollar. Ein Dollar war damit 0,8 168 Euro wert. Der Euro ist damit auf den tiefsten Stand seit den 13. Oktober 2004 gesunken. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag noch auf 1,2 331 (Montag: 1,2 472) Dollar festgesetzt.

"Gerüchte über Gespräche im Finanzministerium über ein Ende der Währungsunion haben den Eurokurs erneut unter Druck gebracht", sagte Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank. Wie das Hamburger Magazin "Stern" am Mittwoch vorab meldete, wurde in einer vertraulichen Ökonomenrunde mit Finanzminister Hans Eichel (SPD) und Bundesbankpräsident Axel Weber in der vergangenen Woche über ein Scheitern der Währungsunion diskutiert. Im Finanzministerium wurde der Euro dem Bericht zufolge für die deutsche Wachstumsschwäche verantwortlich gemacht.

"Diese Argumentation ist sachlich nicht fundiert", sagte Hellmeyer. Auch in anderen Währungsräumen entwickle sich die Konjunktur regional unterschiedlich. So gebe es in den USA aber auch in Großbritannien und in China regional sehr unterschiedliche Wachstumsraten. Die Währungsunion habe Stabilität in die südlichen Staaten exportiert und Deutschland profitiere jetzt von gestiegenen Exporten in diese Region. Der derzeitige Leitzins in der Eurozone von 2,00 Prozent sei keineswegs zu hoch. Ein Scheitern der Währungsunion hälte Hellmeyer für ausgeschlossen.

Auch die Deutsche Bundesbank schließt ein Scheitern der Währungsunion aus. An einer derart "absurden Diskussion" beteilige sich die Bundesbank nicht, sagte Bundesbank-Präsident Axel Weber am Mittwoch in Frankfurt.

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