Dickes Minus: VW-Aktie bricht ein

Dickes Minus
VW-Aktie bricht ein

Aufruhr bei Volkswagen: Das Übernahmeangebot für Scania überzeugt nicht. Die Prognose bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Enttäuschte Aktionäre stoßen die Aktie ab. Der Kurs fällt tief.
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FrankfurtEin als teuer gewertetes Übernahmeangebot für Scania und ein enttäuschender Ausblick haben bei VW-Aktionären für Missmut gesorgt. Die Titel sackten am Montag bei einem äußerst regen Handel um bis zu 7,5 Prozent auf 185,90 Euro ab und waren damit Schlusslicht in einem nahezu unveränderten Dax.

„Unserer Meinung nach macht das Angebot für Scania sowohl unternehmerisch als auch finanziell wenig Sinn“, schrieb UBS-Analyst Frederic Stahl. In der LKW-Branche habe es jede Menge Fusionen und Übernahmen gegeben, die frühe Synergie-Versprechen nicht hätten einlösen können. Scania sei unter anderem deshalb so erfolgreich, weil die Firma in den vergangenen Jahren nicht durch ein entsprechendes Hin und Her abgelenkt gewesen sei.

Der größte europäische Autokonzern hatte am Freitag angeboten, Scania für insgesamt 6,7 Milliarden Euro komplett zu übernehmen. Pro Scania-Aktie will VW 200 schwedische Kronen zahlen, das ist eine Prämie von 35,6 Prozent zum Schlusskurs vom Freitag. Zu Wochenbeginn schnellten die Titel des schwedischen LKW-Herstellers an der Börse in Stockholm um 32 Prozent nach oben, blieben bei einem Kurs von 194,70 Kronen aber unter dem Angebotspreis.

Bislang hält VW 62,6 Prozent der Scania-Aktien und 89,2 Prozent der Stimmrechte. Die vollständige Integration des schwedischen Konzerns soll langfristig mehrere hundert Millionen Euro an Synergieeffekten bringen. Finanziert werden soll die Übernahme unter anderem durch die Ausgabe neuer Vorzugsaktien im Volumen von bis zu zwei Milliarden Euro.

Analysten reagierten auf die Pläne eher zurückhaltend, und auch die vorsichtigere Prognose für das operative Ergebnis im laufenden Jahr vermochte nicht alle zu überzeugen. Barclays stufte VW herunter auf „Neutral“ von zuvor „Overweight“. „Unter strukturellen Gesichtspunkten mögen wir VW nach wie vor; ihr Baukastensystem scheint zu funktionieren, sie vermarkten sich gut und haben großartige Ingenieure“, hieß es in dem Barclays-Kommentar. Eine negative Gewinndynamik – vor einem Jahr seien die Erwartungen für das 2014er Ergebnis je Aktie noch um 15 Prozent höher gewesen – und die aktuelle Unsicherheit über die weitere Entwicklung seien aber negativ für die Aktie.

„Der schwache Ausblick für 2014 und das hohe Angebot für Scania werden sehr wahrscheinlich die Stimmung trüben und die Ansicht festigen, dass das Management zulasten der Aktionäre vordergründig auf Größe fokussiert ist“, hieß es in der Studie weiter. Angesichts der vierten Kapitalerhöhung in vier Jahren müsse die Frage erlaubt sein, warum nie die Halter von Stammaktien herangezogen werden und was wohl noch auf der Agenda stehe.

Nach Einschätzung der DZ Bank, die VW-Aktien zum Kauf empfiehlt, sollte der vorsichtige Geschäftsausblick nicht überbewertet werden, „insbesondere da sich VW sehr vorsichtig zu den Markterwartungen in Europa und einigen Schwellenländern äußert“. Auch die LBBW bekräftigte ihre Kaufempfehlung für die Titel.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • VW ist unübersichtlich und kaum noch zu führen. Überall brennt es (ja sogar die Ikone Porsche GT3) und die Manager werden laufend hin- und her- und rausgeschoben.
    Da hat einer offenkundig die Übersicht verloren, VW wirkt wie ein angeschlagener Dinosaurier.
    Wer folgt eigentlich Piech? Seine Gattin? Ob es dann qualifizierter wird????

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