Die Aktien des Jahres 2015
530 Prozent Plus – oder 58 Prozent Minus

Das Börsenjahr ist gleich zu Ende. Höchste Zeit also, Bilanz zu ziehen. Mancher Gewinner des Jahres überraschte, einige Verlierer weniger. Besonders Aktionäre einer Branche schauten in die Röhre – mal wieder.
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Dass die Aktien von Konzernen, denen mehr oder weniger das Geschäftsmodell wegbricht, nicht besonders gut laufen, ist wenig überraschend. Dass Anleger bei einem bekannten Markenkonzern, der einige Probleme hat, auf die Wende setzen, schon eher. So geschehen im Fall von Adidas.

Der Sportartikelhersteller ist der große Dax-Gewinner 2015. Auf ein Plus von fast 58 Prozent brachte es die Aktie und verweist damit Fresenius und Infineon klar auf die Plätze. Für die Aktionäre des Gesundheitskonzerns und des Technologieunternehmens lief es allerdings in den vergangenen zwölf Monaten ebenfalls blendend. Diese Aktien legten jeweils etwa 53 Prozent zu.

Beim Sportartikelhersteller setzen Anleger 2015 auf die Wende. Der Konzern war auch wegen hausgemachter Probleme im Rennen mit dem größeren Rivalen Nike zurückgefallen. Der Angriff im Heimatmarkt des US-Konkurrenten scheiterte, zugleich wurde Adidas von Wirtschaftskrise und Rubelverfall in seinem drittwichtigsten Markt Russland überrascht. Anleger griffen trotzdem zu und Analysten beurteilen die Adidas-Aktie überwiegend positiv: Immerhin 16 mal wurde die Aktie laut Bloomberg in den vergangenen drei Monaten zum Kauf empfohlen. 20 mal rieten Experten, das Papier zu halten, sechs mal zu verkaufen.

Besonders optimistisch waren zuletzt Markus Riesselmann von Independent Research mit einem Kursziel von 110 Euro und Jörg Philipp Frey von MM Warburg mit einem Kursziel von 103 Euro. Aktuell notiert die Adidas-Aktie bei gut 90 Euro. Gründe für den Optimismus gibt es mehrere. Die starken Nike-Kennziffern signalisierten ein anhaltend starkes Wachstum der Sportartikelindustrie, so Frey. Neben der erwartet guten Geschäftsdynamik könnte Adidas zudem von Preiserhöhungen profitieren und damit den Druck auf die Bruttomarge - resultierend aus den jüngsten Währungsentwicklungen - mindern.

Auch die Deutsche Bank empfiehlt das Papier mit einem Kursziel von 105 Euro. Analyst Adrian Rott gefällt „die Mischung aus kurzfristigem Optimismus und mittelfristigem Realismus bei dem Sportartikelhersteller“. Die Herzogenauracher seien für 2016 gut aufgestellt.

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530 Prozent Plus – oder 58 Prozent Minus

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Nebenwerte auf der Überholspur

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Viele Enttäuschungen

Kommentare zu " Die Aktien des Jahres 2015: 530 Prozent Plus – oder 58 Prozent Minus"

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  • Deutsche Konzerne verlieren weiter an Boden, genau so wie Konzerne aus anderen EUR-Ländern. Die USA-ansässigen Konzerne haben eine globale Dominanz wie nie zuvor erreicht, allen voran Google, Apple, Amazon etc.

    In Europa können vor allem noch Konzerne aus Ländern mithalten, die NICHT Teil des EUR-Raumes sind also insb. Schweiz und UK.

    Was sagt uns das? Auf lange Sicht sind schlechte Strukturen und marktfeindliche Politik spürbar.

    Das Personal der EU, der EUR-Gremien und auch der jeweiligen Mitglieder ist offensichtlich ihren Aufgaben nicht gewachsen. Ein Herr Schulz z.B. beschwert sich über die katastrophale Performance der EU, ist aber selbst ein wesentlicher Protagonist dieser Szene.

    Wenn es nicht so traurig wäre, mit an zu sehen, wie unfähige Politbonzen ohne Ahnung diesen Kontinent immer weiter nach unten ziehen, man müsste sich den ganzen Tag kaputtlachen.

    Der jungen Generation kann man nur raten, dort hin zu gehen, wo sie ein besseres Leben mit höherem Wohlstand führen kann. Da kommt Europa aber nur noch punktuell vor, zB Schweiz, Skandinavien oder UK. Ein guter Indikator ist die NICHT-EUR-Mitgliedschaft.

  • Mal gewinnt man, mal verlieren die Anderen!

    Santé – Champagner für alle!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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