Die hohen Kerosinpreise drücken Luftfahrt-Aktien
„Eine ganze Branche in Sippenhaft“

Kaum eine Branche hat in den vergangenen Monaten so stark unter dem hohen Ölpreis gelitten wie die Fluggesellschaften. Während der Preis je Barrel Öl seit Jahresanfang von Rekordhoch zu Rekordhoch klettert, liegen die Aktien fast aller Airlines deutlich im Minus. So muss allein die Lufthansa nach Berechnungen der ING BHF-Bank im laufenden Jahr rund 150 Mill. Euro mehr für Treibstoff ausgegeben als zunächst veranschlagt.

DÜSSELDORF. Und trotz der längst eingeführten Kerosinzuschläge bleiben die Airlines auf einem Großteil der Kosten sitzen. Zudem leiden die Gesellschaften gerade im west- und südeuropäischen Verkehr unter dem von den Billigfliegern angefachten Preiskampf.

Viele Experten sind daher skeptisch. „Der ganze Sektor ist momentan in Sippenhaft“, sagt Pia Hellbach, Fondsmanagerin bei Union Investment. Auch die Analysten von Goldman Sachs haben jüngst ihre Gewinnschätzungen für die Lufthansa, Air France/KLM, British Airways, Ryanair und SAS gesenkt.

Denn neben dem hohen Ölpreis stellt die noch immer ausstehende Konsolidierung in Europa für viele Papiere eine zusätzliche Bedrohung dar. Nicht zuletzt die Verschmelzung von Air France und KLM hat gezeigt, dass Fusionen nicht immer die gewünschten Kosteneinsparungen erzielen.

Eine mögliche Übernahme von Iberia durch British Airways wird zudem kritisiert, da die Briten ohnehin hoch verschuldet sind. Auch die Lufthansa, die nicht zuletzt seit der jüngsten Kapitalerhöhung über 750 Mill. Euro als potenzieller Käufer der Swiss gehandelt wird, sollte sich nach Meinung vieler Analysten und Fondsmanager lieber auf den eigenen Konzern konzentrieren.

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