„Die Passion Christi“ lässt die Kasse klingeln – Aktie hat laut Analysten noch Potenzial
Constantin hofft auf den Kinoerfolg des Jahres

Über Mel Gibsons „Die Passion Christi“ kann die Öffentlichkeit eigentlich gar nicht kontrovers genug diskutieren – zumindest, wenn es nach dem Wunsch von Fred Kogel geht, Vorstandschef der Constantin Film AG.

DÜSSELDORF. Denn das Münchener Medienunternehmen besitzt die deutschen Verleihrechte an dem Film, der in den USA seit seinem Start zu Aschermittwoch zum absoluten Kassenschlager mutierte - obwohl die Produktion nur 25 Millionen kostete. Und von jedem Kinobesuch in Deutschland werden im Schnitt drei Euro beim Filmverleiher hängen bleiben.

Ab heute läuft der Film mit insgesamt 400 Kopien auch in deutschen Kinos an und beschert der Constantin Film AG daher einen warmen Geldregen – den das Unternehmen auch dringend benötigt: Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2003 rechnet Kogel gemäß letzter Prognose mit einem Fehlbetrag von bis zu zwölf Mill. Euro. Der Jahrhundertsommer sowie immer mehr illegale Kopien bescherten den deutschen Kinos 2003 einen Besucherrückgang um zehn Prozent, zudem investierten auch die Fernsehsender weniger in neue Filmrechte.

In diesem harten Umfeld konnte sich Constantin jedoch nach Meinung von DZ-Bank Analyst Harald Heider gut behaupten: „Im Gegensatz zu vielen Medienunternehmen, die diese Krise teils gar nicht überlebt haben, konnte Constantin seine Wettbewerbsposition verbessern und ist sehr gut auf den verschiedenen Wertschöpfungsstufen positioniert“, erklärt Heider und rät zum Kauf der Aktie. Tatsächlich sind die meisten börsennotierten Medienunternehmen, einst Stars am Neuen Markt, tief gefallen – oder wie die Kinowelt Medien AG gar insolvent.

Zumindest für Constantin ist die Börse nicht zuletzt wegen des zu erwartenden Erfolges von „Die Passion Christi“ wieder optimistisch: Von einem Tiefstkurs im März 2003 von 2,50 Euro kletterte der im Prime Standard notierte Wert auf zuletzt 6,67 Euro. Analyst Thomas Grillenberger von der Bayerischen Landesbank rechnet für das laufende Jahr mit einer Rückkehr in die Gewinnzone und rät zum „Übergewichten“, denn „die Aktien notieren nicht weit über dem Buchwert des Eigenkapitals von 5,37 Euro je Aktie“. Constantin verfügt über 62 Mill. Euro liquide Mittel und wird an der Börse mit 84 Mill. Euro bewertet. Für das laufende Jahr rechnet Grillenberger wieder mit einem Gewinn von 0,27 Euro je Aktie, für 2005 dann mit 0,37 Euro, was einem Kurs- Gewinn-Verhältnis von 23 für 2004 und 17 für 2005 entspricht.

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