Die Suche nach den Perlen unter den Nebenwerten erweist sich als sehr erfolgreich
Fondsmanager setzen auf einzelne Titel

Stockpicking ist die beste Erfolgsstrategie, glauben Fondsmanager von Nebenwerte-Fonds. Die von den Profis bevorzugten Aktien sind in ihren Segmenten häufig Weltmarktführer oder tummeln sich in attraktiven Nischen. „Diese Strukturvorteile machen deutsche Nebenwerte im Vergleich zu den Standardwerten attraktiv“, sagt Gerd Bennewirtz vom unabhängigen Vermögensverwalter SJB FondsSkyline.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. Fondsmanager Heiko Bienek erzielte mit dem Lupus alpha Smaller German Champions im Zwölfmonatszeitraum bis Ende Februar eine Wertsteigerung von 19,42 Prozent. Damit liegt er auf dem dritten Platz. Das Rezept für das gute Abschneiden beruht vor allem auf der Analyse der Investmentkandidaten, „denn um Perlen zu finden, muss man die Muscheln erst einmal umdrehen“, sagt Bienek. Auch Frank Hansen, Manager des dit-Nebenwerte Deutschland ist ein überzeugter Stockpicker. „Einzeltitel sind für die Performance des Fonds wichtiger als der Trend des Aktienmarkts“, sagt er. Zumindest die gute Wertenwicklung des Fonds mit einem Zuwachs von 17,7 Prozent im Zwölfmonatszeitraum bis Ende Februar 2005 gibt dem Experten recht. In der Liste der Vergleichsgruppe nimmt der Nebenwerte-Fonds damit Platz vier ein.

Beide Fondsmanager sehen ihren Markt offenbar in einem nachhaltigen Aufwärtstrend; beide sind voll investiert, stellt Experte Bennewirtz fest. Doch es gibt wesentliche Unterschiede. Eher sicherheits- als chancenorientiert präsentiert sich der Lupus alpha-Fonds in der Branchenallokation. „Mit einem Anteil von 41,7 Prozent dominieren klassische Industriewerte“, sagt Bennewirtz. „Sektoren, die man früher dem Neuen Markt zuschrieb, sind deutlich untergewichtet, wie Media mit 3,4 Prozent und Pharma sowie Healthcare mit 3,5 Prozent.“

Eine deutlich offensivere Ausrichtung zeigt hingegen der dit-Fonds. Die Wachstumsbranchen Informationen und IT sind mit mehr als 20 Prozent gewichtet, der Sektor Gesundheit mit 16,3 Prozent. „Angesprungen sind diese Branchen noch nicht“, sagt Bennewirtz, „das offensiver agierende dit-Produkt legte im laufenden Jahr per Mitte März um 8,44 Prozent zu, der konservativere Lupus alpha um elf Prozent. Die Volatilität liegt bei beiden bei rund 17 Prozent.“ Fazit Bennewirtz: „Die deutschen Nebenwerte bleiben mittel- bis langfristig interessant, aber sehr erfolgreich dürften nur die Fonds sein, bei denen das Portfolio nicht ersonnen, sondern bei Unternehmensbesuchen erschwitzt wird.“

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