Dividende Telekom und Post schütten Milliarde an den Bund aus

Die Bundesregierung kann sich über einen Geldregen freuen: Mit der Deutschen Telekom und der Deutschen Post legen zwei Ex-Monopolisten nicht nur gute Zahlen vor. Es zeichnen sich auch hohe Dividendenzahlungen ab, von denen der Staat und die KfW-Bankengruppe als Hauptaktionäre maßgeblich profitieren
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Milliarden für Merkel: Telekom-Chef Obermann schüttet Dividende an den Bund aus. Quelle: ap

Milliarden für Merkel: Telekom-Chef Obermann schüttet Dividende an den Bund aus.

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HB BONN/DÜSSELDORF. Durch ihre Beteiligungen an der Deutschen Telekom und der Deutschen können der Bund und die staatseigene Bankengruppe KfW mit einer Dividende von zusammen fast 1,3 Mrd. Euro rechnen. „Wenn bei der Telekom im vierten Quartal nichts Ungewöhnliches mehr passiert und sie die Finanzziele erreicht, erwarte ich eine stabile Dividende“, sagte Stefan Borscheid von der Landesbank Baden-Württemberg. Das wären 78 Cent pro Aktie und insgesamt 3,4 Mrd. Euro. Davon streichen der Bund und die KfW mit 1,1 Mrd. Euro den Löwenanteil ein.

Die Telekom entscheidet zwar erst im Februar 2010 über die Dividende. Aber Vorstandschef Rene Obermann machte bereits gestern Mut: „Weiterhin bleibt die Deutsche Telekom einer attraktiven Dividendenpolitik für ihre Aktionäre verpflichtet.“ Die Ausschüttung solle „der Logik der vergangenen Jahre“ folgen. Das heißt, die Dividende basiert vor allem auf dem Free Cash-Flow und dem bereinigten Ebitda. Der Barmittelüberschuss fiel in den ersten neun Monaten mit 5,1 Mrd. Euro deutlich höher aus als erwartet. Und der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg um 5,2 Prozent auf 5,5 Mrd. Euro. Zuvor hatten Analysten erwartet, dass Obermann seine Ziele abermals nach unten korrigieren müsse und eine Dividendenkürzung drohe.

Bei der Post brach zwar der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft in den ersten neun Monaten auf nur noch 270 Mio.Euro ein. Aber der Konzern hat nach dem Verkauf der Postbank hohe liquide Reserven. Der Zwischenbericht weist Ende September flüssige Mittel von 2,7 Mrd. Euro aus. „Die hohen Kassenbestände lassen der Post Luft, ihre Dividende zu erhöhen“, sagt Markus Hesse von der Privatbank Sal. Oppenheim. Beim letzten Mal hatte die Post 60 Cent pro Aktie ausgeschüttet. 221 Mio. Euro waren an die KfW geflossen.

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