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dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen vom 16.12.2010

Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 16.12.2010

dpa-afx FRANKFURT. Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 16.12.2010

Beiersdorf AG

London - Morgan Stanley hat das Kursziel für Beiersdorf von 40,00 auf 38,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Die geplante Refokussierung des Konzerns auf das Geschäftsfeld Haut- und Körperpflege dürfte sich finanziell belastend auswirken, schrieb Analyst Mark Christensen in einer Studie vom Donnerstag. Zwar könnte ein Investment in Beiersdorf dadurch wieder interessanter werden, aber dies sei bestenfalls eine Idee für 2012. Im nächsten Jahr sei eher mit Gewinnrückgängen bei Beiersdorf zu rechnen.

Beiersdorf AG

ZÜRich - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Beiersdorf nach einem Investorentag von "Outperform" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 49,00 auf 40,00 Euro gesenkt. Seine negativere Einschätzung der Aktie basiere auf dem Ausblick, wonach binnen zwei Jahren kein Gewinnwachstum zu erwarten sei, schrieb Analyst Alexander Molloy in einer Studie vom Donnerstag. Wegen der schwachen Geschäftsentwicklung und neuer Umstrukturierungsmaßnahmen habe er seine Prognose für das Ergebnis je Aktie im kommenden Jahr um 25 Prozent auf 1,67 Euro reduziert.

Carl Zeiss AG

Frankfurt - Die Commerzbank hat die Einstufung für Carl Zeiss nach endgültigen Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 15,50 Euro belassen. Das Chirurgie-Geschäft des Medizintechnikunternehmens sei im Geschäftsjahr 2009/10 stärker als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Volker Braun in einer Studie vom Donnerstag. Erste Indikationen signalisierten, dass zumindest auch der Start ins laufende Geschäftsjahr 2010/11 gut gelungen sei. Die Aktie sei selbst nach den jüngsten Kursgewinnen immer noch günstig bewertet.

Commerzbank AG

London - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Commerzbank mit "Equal-weight" und einem Kursziel von 7,00 Euro in die Bewertung aufgenommen. Im Vergleich zu anderen im Restrukturierungsprozess stehenden Finanzkonzernen gebe es bei der Commerzbank noch zu viele Unsicherheiten, schrieb Analystin Francesca Tondi in einer Studie vom Donnerstag. Das Kerngeschäft der Bank sei mit einer Eigenkapitalrendite von zehn Prozent allerdings als solide anzusehen.

Deutsche BÖRSE

Frankfurt - Die Commerzbank hat die Einstufung für die Aktien der Deutschen Börse nach einem Pressebericht über eine geplante Finanztransaktionssteuer in Deutschland auf "Add" mit einem Kursziel von 58,00 Euro belassen. Er rechne damit, dass die Pläne des Finanzministeriums nicht umgesetzt werden, da viele andere EU-Mitgliedsstaaten dagegen seien, schrieb Analyst Roland Pfänder in einer Studie vom Donnerstag. Ohnehin favorisiere das Ministerium dem Bericht zufolge unter den zur Debatte stehenden Steuersätzen den mit 0,01 Prozent niedrigsten. Die Alternativen seien 0,05 und 0,1 Prozent gewesen.

EON

Frankfurt - Die Commerzbank hat die Einstufung für Eon nach der angekündigten Zusammenarbeit mit Vattenfall bei den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel auf "Add" mit einem Kursziel von 26,00 Euro belassen. Sie begrüße die geplante Kooperation zur Optimierung der operativen Prozesse in den beiden Werken, da Eon damit mehr Erfahrung habe als Vattenfall, schrieb Analystin Tanja Markloff in einer Studie vom Donnerstag. Bislang seien Krümmel und Brunsbüttel, an denen Eon mit 50 respektive 33 Prozent beteiligt sei, ausschließlich von Vattenfall betrieben worden.

France Telecom

London - Die US-Bank Citigroup hat France Telecom von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber auf 17 Euro belassen. Die Differenz von 5,6 Prozentpunkten zwischen der Dividendenrendite und der Rendite der France Telecom-Anleihe sei "unhaltbar", schrieb Analyst Dimitri Kallianiotis in einer Studie vom Donnerstag. Der Konzern habe sich frühzeitig um eine Refinanzierung bemüht und das sei positiv zu bewerten. Außerdem erwartet die Citigroup gute Geschäftszahlen für das vierte Quartal.

Hochtief AG

ZÜRich - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Hochtief nach dem von Großaktionär ACS erhöhten Übernahmeangebot von 69,00 auf 76,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Mit der angehobenen Offerte des spanischen Angreifers steige die Chance, dass ACS seine Hochtief-Beteiligung über die kritische 30-Prozent-Hürde erhöht, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer Studie vom Donnerstag. Allerdings steige nun auch das Risiko einer weiteren Abwehrmaßnahme von Hochtief in Form einer erneuten Kapitalerhöhung und damit einer zusätzlichen Verwässerung der Anteile freier Aktionäre.

KLÖCkner & CO SE

MÜNchen - Merck Finck hat die Einstufung für Klöckner & Co nach der angekündigten Akquisition des US-Stahlhändlers Lake Steel und der Begebung einer Wandelanleihe auf "Buy" belassen. Lake Steel sei eher eine ergänzende als eine strategische Übernahme, schrieb Analyst Robert Greil in einer Studie vom Donnerstag. Sie zeige aber, dass die Akquisitionsstrategie des deutschen Stahlhändlers auf einem guten Weg ist. Die Emission der Wandelanleihe diene dem Unternehmen wohl als Vorbereitung weiterer Übernahmen, die wohl in Brasilien erfolgen dürften.

Morphosys

Frankfurt - Die Commerzbank hat das Kursziel für Morphosys nach der angekündigten Langfrist-Partnerschaft mit Pfizer und den erhöhten Unternehmenszielen von 20,50 auf 22,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das Biotech-Unternehmen dürfte im Zusammenhang mit seiner Aryla-Technologie weitere ähnliche Allianzen wie mit Pfizer eingehen, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Donnerstag. Er habe deshalb seine Gewinnprognosen für die Jahre 2010 bis 2014 zwischen 20 und 57 Prozent erhöht.

Prosiebensat1 Media AG

ZÜRich - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Pro Sieben Sat Eins von 18,30 auf 21,00 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die jahrelang herbeigeredete schöne Zukunft des Medienkonzerns scheine nun Realität zu werden, schrieb Analyst Tamsin Garrity in einer Studie vom Donnerstag. Anteilsverkäufe, Schuldenabbau, Refinanzierung, Wiederaufnahme von Dividendenzahlungen sowie ein teilweiser Rückzug der als Anteilseigner fungierenden Finanzinvestoren seien die nächsten logischen Schritte. Voraussetzung dafür seien die wieder kräftig sprudelnden Einnahmequellen aus TV-Werbung sowie der in diesem Jahr bereits um 185 Prozent gestiegene Aktienkurs gewesen.

RWE

London - Goldman Sachs hat das Kursziel für RWE von 49,00 auf 45,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Conviction Sell" belassen. Sie erwarte, dass das Management der hohen und weiter steigenden Verschuldung des Versorgers mit Veräußerungen der Vermögensbestände sowie Kürzungen bei Investitionen und der Dividende begegne, schrieb Analystin Deborah Wilkens in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Auch eine Kapitalerhöhung sei möglich. All dies gefährde ihre ohnehin bereits unter den Konsensschätzungen liegenden Prognosen für 2013 nur noch mehr.

Siemens AG

London - Morgan Stanley hat das Kursziel für Siemens von 105,00 auf 106,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Der Verkauf der IT-Tochter SIS an Atoss Origin sei ein strategischer sinnvoller Schritt, schrieb Analyst Ben Uglow in einer Studie vom Donnerstag. Damit könne sich der Konzern wieder stärker auf seine Infrastrukturaktivitäten konzentrieren und begrenze gleichzeitig mögliche negative Effekte durch den bisherigen Verlustbringer SIS.

Vivendi SA

Paris - Cheuvreux hat das Kursziel für Vivendi nach der Einigung im Rechtsstreit mit der Deutschen Telekom wegen der Mehrheit am polnischen Mobilfunker PTC von 22,50 auf 23,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Die mit der Einigung zusammenhängende Kompensationszahlung an Vivendi in Höhe von 1,25 Mrd. Euro vor Steuern sowie die höhere Bewertung für die brasilianische Telekomtochter GVT seien die Gründe für das neue Kursziel, schrieb Analyst Richard Houbron in einer Studie vom Donnerstag.

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